Skandi 2026 - Nussis - weit weg vom Alltag

Freitag, 21.8.26 – Tag 1


Coni erzählt: Los geht’s. Natürlich fahren wir wieder nordwärts. Wir würden etwas verpassen, wenn wir in diesem Jahr nicht Richtung Schweden ziehen würden. Wir fahren bereits um 15 Uhr los, natürlich mit dem heutigen Tagesziel «Winterstein in Ober Mörlen». Dort sind wir fast schon Dauergäste. Wie immer schlafen wir supergut und geniessen die erste Nacht in unserem schönen Hüseli. Zuerst aber fahren wir durch


manchen Stau und dann durch ein starkes Gewitter. Der Regen ist so heftig, dass wir nur langsam vorwärtskommen. Unterwegs fahren wir an einem schlimmen Unfall vorbei. Sehr übel. So sind wir also überglücklich, als wir um 23 Uhr beim Wanderparkplatz Winterstein ankommen.

Samstag, 22.8.26 – Tag 2

Juna erzählt: Wir unternehmen zuerst einen kleinen Morgenspaziergang, bevor wir wieder losfahren. Coni ist wieder am Steuer. Sie behauptet, dass sie einen Lauf hat. Item, natürlich freut sie sich mal wieder auf die kurvige Kassel-Autobahn. Die Fahrt ist angenehm. Sicher auch dank dem neuen Fahrwerk, aber wahrscheinlich schon wegen der super Fahrweise meiner Chefin. Dann übernimmt noch mal mein Chef das Steuer und schwups, wir kommen in Travemünde an. Es ist alles sehr bekannt, es beruhigt mich sehr. Ich weiss in der Zwischenzeit sehr gut, wie alles funktioniert. Nach einer Pause im Nikan fahren wir um 20 Uhr an den Skandinavienquai. Das Check-in funktioniert wie am Schnürchen, dann aber stehen wir und stehen wir. Erst um viertel vor Zehn können wir endlich auf die Fähre «Robin Hood» fahren. Die Durchsage ist klar. Wir kommen nicht viel später an. Mein Chef Tom macht wie immer eine Runde, schaut, wo mein gruseliges Hunde-Klo ist, kauft Wein und Chips und kommt dann euphorisch in die Kabine zurück. Ich habe schon längst von Coni ein feines Rinds-Ohr gekriegt und freue mich aufs Betteln für die feinen Sandwiches, die meine Lieben vertilgen.

Sonntag, 23.8.26 – Tag 3

Tom erzählt: Wir werden um 5.20 Uhr geweckt mit dem Beatles Song «here comes the sun». Huch, wir müssen Gas geben. Ich springe unter die Dusche, versuche meine Hündin das Hunde-Klo schmackhaft zu machen und hole anschliessend für meine Liebste und mich Kaffee und Gipfeli. Es geht heute alles wieder mal zügig. Allerdings stehen wir dann lange im Treppenhaus, um zu unserem Autodeck zu gelangen. Wir kommen dann ohne Probleme durch den Zoll und wollen mit Juna am üblichen Platz eine Runde laufen. Leider ist der Parkplatz nicht mehr vorhanden (riesige Baustelle). So fahren wir zum Supermarkt, von wo dann Coni eine kleine Runde laufen geht. Unterdessen plane ich die Fahrt nordwärts. Wir unternehmen im Nyckelås Naturreservat einen wirklich traumhaften Spaziergang. In Nyhem finden wir einen superschönen WoMo-Stellplatz «Ställplats Nyhemsgården» und richten uns dort bereits um 14 Uhr gemütlich ein.

Montag, 24.8.26 – Tag 4 bis Freitag, 28.8.26 Tag 8

Coni erzählt: Wir fahren nach Malingsbo-Kloten. Noch vor einem Jahr habe ich nicht gedacht, dass ich noch mal hier sein darf. Es ist ein Seelenplatz für mich. Hier haben wir schon mehrfach Wölfe gehört, es ist Einsamkeit pur. Wir richten uns am letztjährigen Platz ein. Es ist wunderschön. Wir grillieren und machen Hamburger. Das Licht ist so herrlich hier. Am nächsten Tag bereitet Tom unser Kanu vor. Wir unternehmen eine herrliche Kanutour und bemerken dann am Mittag auf dem See das Feuer am anderen Seeufer. Sofort paddeln wir zu unserem Auto zurück. Immer wieder kontrollieren Tom oder ich das Feuer mit dem Fernglas. Wir sind ein bisschen hin- und hergerissen. Plötzlich riechen wir aber das Feuer und über dem See entwickelt sich ein grosser Dunst. Für uns ist klar, wir verschwinden. Wir fahren dann Richtung Kloten und entdecken einen schönen Platz an einem kleineren See. Wir grillieren auch hier. Den Rauch sieht man noch eine Weile, dann wird es besser. Wir verbringen eine ruhige Nacht. Am nächsten Tag fahren wir wieder an den Stora Kloten zurück. Leider ist unser Platz besetzt. Deshalb fahren wir zum Långa näset und packen unser Kanu wieder aus. Am Abend backen wir uns eine feine Pizza auf dem Grill. Gerade, als wir sie gemütlich essen wollen, fährt ein deutscher «Ritsch-Ratsch» auf den Platz. Die Familie ist allerdings angenehm ruhig und geht am Abend wie wir auch aufs Wasser raus.

Freitag, 28.8.26 – Tag 8

Juna erzählt: Heute fahren wir los, das Wetter ist nicht mehr so grossartig, deshalb packen wir unsere Sachen zusammen und fahren weiter. In Malung kaufen wir ein und fahren dann auf den Byrasen. Hier waren wir vor 10 Jahren bereits einmal. Coni hat hier schon Akkordeon gespielt. Wir machen einen schönen Spaziergang, bevor wir


dann bereits früh schlafen gehen.

Samstag, 29.8.26 – Tag 9

Tom erzählt: Wir erwachen wie vor 10 Jahren bei Nebel und Nieselregen. Bevor wir auf unsere Offroad-Tour gehen, unternehmen wir mit unserer Juna einen schönen Morgenspaziergang. Sie darf auch ein bisschen Gudelis suchen. Dann geht es los. Wir fahren ca. 20 km südwärts auf der E45 bis wir dann rechts ins Nirgendwo abbiegen. Ein herrliche Gravelroad erwartet uns. Wir fahren wieder nordwärts. Das Wetter ist besser als gemeldet, die Sonne blinzelt zwischendurch zwischen den Wolken hervor. Die Strasse ist zwar mancherorts etwas rutschig, ich muss schon ordentlich den Kopf bei der Sache haben. Wir sind auf der Offroad-Strecke «entlang des Femtan zum Fämtan (Route 30), eine herrliche Strecke auf fast 80 km. In Limedsforsen fahren wir kurz auf der 66, bis wir dann auf dem Limavägen Richtung Venjan. In Venjan biegen wir auf die Route 31 (Führer) ein. Venjanssjön und Österdalälven. Unterwegs finden wir einen wunderschön einsamen Platz zum Übernachten. Natürlich würde sich meine Frau wieder mal über eine Elchsichtung freuen.

Sonntag, 30.8.26 – Tag10

Coni erzählt: Wir fahren den Trail weiter bis Oxberg. Dann unternehmen wir sehr spontan einen Spaziergang im Blybergets Naturreservat. Weiter geht unsere Fahrt über eine weitere Backroad, nämlich Nummer 36 «Waldwüste in Jämtlands Süden». Am


Abend finden wir einen gemütlichen Platz am See. Leider muss Tom heute wieder einmal aufs Dach klettern und eine Silikonfuge neu machen. Es wird aber dennoch ein gemütlicher Abend.

Montag, 31.8.26 – Tag 11

Juna erzählt: Tom hat längst noch nicht genug von Gravel Roads. Wir fahren auf der Nummer 37 (Amsen nach Sveg) weiter bis nach Sveg. Auf der Hauptstrasse fahren wir nach Älvros. Dort biegt mein lieber Chef schon wieder ab und zwar auf der Nummer 57 «Jämnavägen und Sangsjön». Unterwegs machen wir einen schönen Spaziergang auf den Fnussjen Aufsichtsturm. Weiter geht der Trail weiter. Wir machen Mittagspause am Sangsjön, bevor wir dann eigentlich in Ytterhogdal alles entsorgen und auch wieder Wasser auffüllen wollen. Leider ist hier nun ein Verbot für Latrinenentsorgung. Schade. Deshalb fahren wir weiter auf der Nummer 56 «Börtnanvägen». Es regnet und es ist schlammig. Wir wechseln erneut auf einen anderen Trail (Nr. 55) «unsichtbare Seen – Ljungdalen». Unterwegs sehen wir kurz einen weiblichen Elch im Gebüsch verschwinden. Er war leider nicht sehr fotogen. In der Nähe von Torsborg finden wir einen schönen Fischerplatz und machen dann ein Zauberfeuer, ömu meine Beiden. Ich bin im Nikan


und friere etwas.

Dienstag, 1.9.26 – Tag 12

Tom erzählt: Ich habe noch längst nicht genug von Backroads. Trotzdem müssen wir mal kurz unsere Sachen entsorgen. Das machen wir auf unserem geliebten Storsjö-Campingplatz. Anschliessend fahren wir nach Kläppen. Hier unternehmen wir einen Single-Trail zu Fuss Richtung Helags-Gebirge. Wir fahren dann auf die Flatruet und geniessen bei traumhaftem Sonnenschein ein Raclette mit der Sonnenbrille 😊.

Mittwoch, 2.9.26 – Tag 13

Juna erzählt: Es hat mal wieder gaaaaaaaaaaanz viele Rentiere. Ich rieche sie überall, manchmal sieht man sie nur ganz kurz. Wir unternehmen einen Spaziergang durch das Fjäll und geniessen das herrliche Wetter. Ich freue mich sehr darüber, dass meine Leute entscheiden, noch eine Nacht zu bleiben. Ich finde es, wie meine Beiden, hier einfach grossartig, obwohl es immer viele Reisende hat.

Donnerstag, 3.9.26 – Tag 14

Coni erzählt: Nachdem wir uns wieder einmal fast nicht von den Rentieren trennen konnten, fahren wir nach Funäsdalen und kaufen noch ein paar Sachen ein. In der Nähe von Tanndalen machen wir einen schönen Spaziergang am Anderssjöåfallets. Anschliessend fahren wir auf Røros. Weiter geht’s Richtung Rondane Nationalpark. Wir finden, dass uns wieder einmal eine Dusche guttun würde, und entscheiden uns für den Camping Gjelten Bru in Aldval.

Freitag, 4.9.26 – Tag 15

Juna erzählt: Wir sind auf dem Campingplatz. Meine Beiden haben endlich mal wieder geduscht, riechen fein und sind fröhlich. Während dem Morgenessen klingelt Toms Telefon. Es ist Chrigu. Scheinbar sind die Drei ganz in der Nähe, deshalb vereinbaren wir, uns auf dem Parkplatz auf dem Grimsdalsvegen zu treffen. Ich freue mich riesig, als ich River sehe. Wir unternehmen eine gemütliche Wanderung, extra wegen mir nicht zu lange und fahren dann auf einen Wilderness-Campingplatz, wo wir beiden Vierbeiner herumschnüffeln und betteln können.

Samstag, 5.9.26 – Tag 16

Juna und River

Coni erzählt: Wir trennen uns heute wieder. Wir fahren südwärts, Gehris nordwärts. Ein schönes und gemütliches Treffen geht zu Ende. Unsere Fahrt geht nur etwas 9 km. Vom zweiten Wilderness-Campingplatz Grimaldsfjäll unternehmen wir eine Wanderung ins Fjäll. Dann geht die Fahrt weiter über die unglaublich schöne Strasse Grimaldsvägen. Wir wechseln dann auf den Peer Gynt Vegen und übernachten bei einem offenen Feld mit Aussicht auf die umliegenden Berge.

Sonntag, 6.9.26 – Tag 17

Tom erzählt: Unser heutiges Ziel ist der Langsua-Nationalpark. Schon allein die Fahrt über die gebührenpflichtige Mautstrasse zum Ausgangspunkt am Revsjøen ist unglaublich schön. Wir haben ausserdem grossen Glück mit dem Wetter. Gegen Mittag unternehmen wir einen Single-Trail ins Fjäll. Coni staunt, wie sie diesen Trail vor ein paar Jahren mit dem grossen Rucksack geschafft hat. Unterwegs begegnen wir Schafsuchern. Sie haben schon einen Teil der Schafe in den Koral beim See geschafft, jedoch fehlen immer noch 2000 Schafe. Hoffentlich finden sie die Tiere noch vor dem ersten Schnee.


Montag, 7.9.26 – Tag 18

Juna erzählt: Heute scheint keine Sonne auf mein morgendliches Lieblingsplätzli. Trotzdem geniesse ich es, dass meine Leute nicht im Stress sind. Sie brauen sich Kaffee um Kaffee und essen genüsslich ihr Frühstück. Doch irgendwann fahren wir ins Tal hinunter, um dann gleich wieder über Skåbu über die nächste Gebirgs-Gravel-Road zu fahren. Unterwegs besuchen wir noch die Falkefangeranlegget. Mit dem Wetter haben wir während dem Spaziergang grosses Glück. Bei Nikan angekommen, beginnt es etwas zu regnen und bald darauf sind wir im dichtesten Nebel angekommen. In Krokkleiva übernachten wir auf dem Utvika Campingplatz. Hier haben sich deutsche Roadsurfer auf unserem Platz breitgemacht. Mein Chef Tom geigt den Typen die Meinung. Wir wollen dann aber möglichst weit weg von denen übernachten, was uns die Campingchefin dann auch erlaubt.

Dienstag, 8.9.26 – Tag 19

Coni erzählt: Wir verlassen den Utvika Campingplatz und fahren heute ziemlich südwärts. Ich bin am Steuer und steuere Nikan gekonnt (bluff) durch den regen Stadtverkehr von Oslo. Wir fahren die Route aus dem Führer «Glaskogen Süd» und kommen unterwegs zum Autofriedhof Båstnäs. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Norwegen einen Automangel. Deshalb haben die Brüder Thore und Rune Ivansson 1956 einen Autoschrottplatz gegründet. Die Autos wurden dann regelrecht
auseinandergeschraubt und nach Norwegen geschmuggelt. Irgendwann ging die Nachfrage zurück und Thore hat sich dann dem Holztransport gewidmet. Nur Rune blieb bis zu seinem Tod auf dem Schrottplatz und verkaufte immer noch Ersatzteile. Die ganzen Autos blieben dann so stehen oder liegen und heute ist ein wichtiger Touristenmagnet.

Wir fahren über den Trail «Glaskogen süd» weiter. Bevor wir ins Glaskogen Naturreservat fahren, kaufen wir in Årjäng ein paar wichtige Sachen, unter anderem Holz 😉. Wir finden im Glaskogen einen schönen Stellplatz «Gladåkern Udden». Wir sind allein hier. Allerdings ist der Platz weit weg vom offiziellen Glaskogen Campingplatz, duschen ist also nicht möglich. Wir geniessen ein ausgiebiges Apéro und ein feines Abendessen, bevor wir dann noch ein schönes Zauberfeuer machen. Einfach herrlich.

Mittwoch, 9.9.26 – Tag 20

Juna erzählt: Langsam bin ich vom Reisen etwas müde. Zunächst sieht es so aus, als würden wir heute schon wieder weiterziehen. Gemütlich döse ich an meinem Sonnenplatz, bis ich höre, dass wir nur wandern gehen und danach zurückkommen. Juhui, das fägt! Tom hat die Wanderung «Södra Sundsuden» mit Start in


Lenungshammer wie immer gekonnt ausgewählt. Ein Abschnitt führt anspruchsvoll über Wurzeln, Steine, Holzstämme und -planken. Natürlich darf ich mich kurz im See abkühlen, bevor wir auf einem gemütlichen Forstweg zum Campingplatz zurückkehren. Von dort fahren wir wieder zu unserem letzten Übernachtungsplatz. Nun kann ich endlich in Ruhe schlafen – aber auch die Spielrunden kommen nicht zu kurz.

Donnerstag, 10.9.26 – Tag 21

Tom erzählt: Heutiger Plan - Kroppe Fjäll. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Wir geniessen die Wärme, die Stille und eine herrliche Wanderung durch das südlichste Fjäll. Überall entdecken wir Elchkot, das Tier dazu leider nicht. Am Abend entfachen wir ein schönes Feuer in unserer Feuerschale und geniessen den letzten Abend in Schweden.

Freitag, 11.9.26 – Tag 22

Coni erzählt: Bereits am Morgen hören wir das kleine Elchkind, welches verzweifelt nach seiner Mutter ruft. Ich kriege ein schlechtes Gewissen, weil wir hier in der Wildnis übernachtet haben. Vielleicht hat die Mutter Schiss, bei unserem Auto vorbeizulaufen. Viel zu fest mache ich mir darüber wieder Gedanken. Mit einem mulmigen Gefühl machen wir uns auf den Weg. Wir wollen den neu gebauten Parkplatz besichtigen und von dort eine neue Wanderung ausprobieren. Nach einer herrlichen Runde fahren wir Richtung Trelleborg. Tom geht noch ein letztes Mal shoppen und Juna und ich unternehmen eine letzte Runde auf schwedischem Boden, bevor wir uns dann auf den Weg zur Fähre machen. Diese legt pünktlich ab und wir ge
niessen die Überfahrt sehr. Es ist weniger anstrengend als letztes Jahr.

Samstag, 12.9.26 – Tag 23

Juna erzählt: Wir erreichen Travemünde pünktlich. Natürlich gehen wir zuerst auf einen Parkplatz, damit ich mein Geschäft erledigen kann. Anschliessend geht die Reise los. Staus haben wir wenige und so kommen wir gut auf der Schwarzmiss an. Nach einem schönen Spaziergang zum Moor geniessen wir einen gemütlichen Abend.


Sonntag, 13.9.26 – Tag 24

Coni erzählt: Die Reise geht weiter. Natürlich unternehmen wir zuerst eine schöne Wanderung mit unserer vierbeinigen Freundin, quasseln noch eine Weile mit Romy und Stefan aus Gaggenau und fahren dann Richtung Schweiz. Ohne spezielle Staus kommen wir unfallfrei Zuhause an.

 

Fazit: Wie immer war unsere Reise einzigartig. 















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