Neujahrstour 2024 – Kraftorte und die Kelten


Tag 1/6 (30.12.23)

Unser diesjähriges Neujahrsmotto lautet Kraftorte und die Kelten, was logischerweise heisst, dass dies Orte sind, die bereits von Kelten besiedelt waren. Dort soll nämlich die Bioenergie höher sein als anderswo. Wir testen es aus, da wir nach dieser schlimmen Zeit unbedingt Kraft benötigen.



Wir suchen uns für den ersten Abend einen schönen WoMo-Stellplatz an den Schwarzachtalseen (Erholungs- und Freizeitzentrum) in der Nähe von Herbetingen und unserem morgigen Ziel, der Heuneburg, auch bekannt als Stadt Pyrene. Dazu morgen mehr.

Tag 2/6 (31.12.23)

Es wird in der Umgebung schon ordentlich geböllert. Juna findet es von Jahr zu Jahr hässlicher. Klar ist also, dass wir unsere Silvesternacht nicht an diesen Seen verbringen können. So ziehen wir also Richtung Stadt Pyrene, eine der besterforschten Fürstensitze aus der frühkeltischen Zeit (also spätes 7. bis ins 5 Jahrhundert vor Christus). Natürlich ist nicht viel los an diesem Silvestermorgen. Nur ein verlassenes Auto steht auf dem Parkplatz, ein junges Paar, welches wohl die gleichen Interessen hat wie wir, ist unterwegs auf der Anlage. Wir machen es den Beiden gleich und umrunden die dezente Umzäunung des Eingangsbereichs, um auf die Aussenanlage zu geraten. Wären die beiden nicht da gewesen, hätten wir uns das wohl nicht gewagt. Die Anlage ist grandios. Anschliessend besichtigen wir die nahegelegenen Hügelgräber mit der Skulptur «die keltische Linie» von Armand Tatéossian. Weiter geht’s über den


ärchologischen Rundwanderweg Heuneburg. Wir treffen auf den Fürstengrabhügel Hohmichele. Mit einem Durchmesser von 85m und einer Höhe von 13.5 Metern gehört das Hügelgrab zu den Grössten in ganz Mitteleuropa. Auf dem Pfad kommen wir auch noch bei einer spätkeltischen Viereckschanze vorbei. Nach dieser herrlichen Wanderung freuen wir uns auf ein gemütliches Apéro und ein herrliches Abendessen und verbringen den Silvesterabend auf dem Parkplatz Wundertanne. Obwohl wir weit weg von den Dörfern sind, hören wir um Mitternacht ordentlich knallen. Hoffentlich wird das 2024 besser als das vergangene Jahr.

Tag 3/6 (1.1.24)

An diesem herrlichen Tag des neuen Jahres unternehmen wir einen schönen Morgenspaziergang (eher Wanderung) durch den Wald. Anschliessend fahren wir an den Federsee auf den WoMo-Stellplatz beim Kurpark Bad Buchau. Hier finden wir einen herrlichen Platz und versuchen uns am Stromkasten. Hier muss man einfältig mit 1-Eurostücken den Strom nachzahlen. So viele Münzen haben wir gar nicht dabei. Bevor die Sonne untergeht, unternehmen wir einen unglaublich schönen Spaziergang am Federsee. Das Licht ist unwahrscheinlich toll und wir geniessen die letzten Sonnenstrahlen und das herrliche Abendlicht.


Tag 4/6 (2.1.24)

Heute stürmt es richtig. Wir können also nicht in den Wald. Somit beschliessen wir, noch einmal eine Nacht auf dem Stellplatz zu bleiben. Wir unternehmen eine stürmische Wanderung zum Skulpturenpfad. Auf dem Rückweg kommen wir erneut an verschiedenen Stationen von einem Biberacher Ärchologen namens Forschner vorbei. Hier im Moor hat er viele Siedlungen und dementsprechend auch schöne Gegenstände gefunden. Nach vielen Stunden unterwegs kommen wir endlich wieder in Bad Buchau an. Wir geniessen den


stürmischen Abend auf dem Stellplatz und überlegen uns einen Plan B. Unsere geplanten Waldwanderungen fallen nämlich wegen dem stürmischen Wetter ins Wasser.

Tag 5/6 (3.1.24)

Natürlich müssen wir heute noch in den Wackelwald, auch wenn es ein bisschen verantwortungslos ist. Denn es windet nach wie vor sehr stark und die Bäume im Moor sehen nicht sonderlich stabil aus. Es knackt hie und da, aber wir sind sehr vorsichtig und freuen uns doch sehr über den Boden, der wirklich wackelt. Naja, es ist halt tatsächlich Torf und unter der Torfschicht haben sich puddingartige Ablagerungen vom Federsee angesammelt.

In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte. Franz Kafka

Wir fahren anschliessend weiter und wollen zum Heidegraben in der Nähe von … Hier soll eine Oppida (keltisches Wort für Grosssiedlungen der Spätkelten, ca. 2. v. Chr). Der Heidegraben ist ein strategisch gut angelegter Durchdang, um vom Norden in den Süden und umgekehrt zu gelangen. Die Gesamtfläche der Oppida soll ungefähr 1662 ha betragen haben und zu den grössten Siedlungen von ganz


Europa gehört haben. Der Kelten-Erlebnispfad ist hier wohl erst am Entstehen. Auch die Ansagen bei den Stationen funktionieren noch nicht wirklich. Wir werden in einigen Jahren den Erlebnispfad noch einmal besuchen. Am Abend fahren wir zum Thermen-WoMo-Stellplatz Beuren. Es regnet in Strömen und dazu geht ein heftiger Wind. Wir geniessen es, dem Luxus-WoMo bei der Ver- und Entsorgung zuzuschauen.

Tag 6 / (4.1.24)

Heute entscheiden wir, dass wir heimfahren. Schade, aber doch sinnvoll. Unsere geplanten Besichtigungen führen grundsätzlich durch Wälder. Der Sturm ist immer noch sehr stark und wir wollen einfach nichts riskieren. Aber schliesslich haben wir aufgetankt und fühlen uns frisch für neue Taten im neuen Jahr. Wir kommen wieder in die Keltenregion.

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