Kalte Frühlingstage im Schwarzwald und Hessen
Sonntag, 25.3.2018
Wir sind entspannt und gehen unseren ersten Tag der Ferien
gemütlich an. Erst um 10 Uhr verlassen wir mit Sack und Pack unsere Wohnung.
Zuerst unternehmen wir mit Juna einen schönen Waldspaziergang, bevor wir dann
ca. 3 Stunden unterwegs sein werden.
Eher spontan entscheiden wir uns für eine Übernachtung am
Glaswaldsee. Der idyllisch gelegene See ist in der Nähe von Schappach, bzw. von
Freudenstadt (Schwarzwald). Vom Parkplatz wandern wir ca. 20 Minuten an den
See. Dieser ist immer noch gefroren. Juna freut sich über den Restschnee und
lässt sich immer wieder fallen und dreht lustige Runden. Im Sommer erfreut sich
der See sicher an vielen Badenden. Gemütlich verbringen wir den Abend am
rauschenden Bach. Meine beiden Liebsten schlafen sehr früh ein und schnarchen
um die Wette. Ein kurzer Spaziergang nach dem Abendessen rundet unseren ersten,
schönen Ferientag ab.
Montag, 26.3.2018
Gut gelaunt und trotz Kälte fahren wir über Zwieselberg und
Freudenstadt durchs Enztal. Die Sankenbachfälle sparen wir uns für eine weitere
Reise durch den Schwarzwald auf. Von Kaltenbronn aus wandern wir los ins Moor. Der
schöne Rundgang führt auf Holzpfählen mitten durch die sumpfige Landschaft mit
alle seinen typischen Pflanzen wie Torfmoose oder Wollgräser. Juna hält sich an
all die Verbote und verlässt den Pfad nicht. Sie ist ein ausgezeichneter
Wanderhund.
Nach 3 Stunden Wanderzeit kommen wir wieder bei Nikan an und
wechseln kurz noch den Parkplatz (Passhöhe). Der Abendspaziergang führt uns zum
Kaiser Wilhelm Turm.
Dienstag, 27.3.2018
Ferien und wir schlafen aus. Wir sind immer noch in
Kaltenbronn. Hier gefällt es uns so gut, dass wir bleiben. Von der
Schwarzmisshütte laufen wir auf dem Rundweg Nr. 6 über die alte Weinstrasse zur
Kreuzhütte und wechseln dann auf den Rundweg Nr. 7. Zwischendurch schneit es
heftig, dafür scheint dann gleich darauf wieder die Sonne. Nach einer Siesta
bei Sonnenschein besuchen wir den dann den Kaiser Wilhelm Turm. Diesmal
besteigen wir sogar alle den um 1897 erbauten Turm. Am Abend zieht ein heftiger
Schneesturm auf, es windet stark und wir sind froh, dass es in unserem Häuschen
so gemütlich ist.
Mittwoch, 28.3.2018
Der Nebel ist heute Morgen sehr hartnäckig, doch kurz vor
Aufbruch «gückslet» doch kurz die Sonne in unsere etwas kühle Stube. Wir haben
in anderen Zeiten schon deutlich mehr geheizt als jetzt. Grund: wir sind uns
nicht sicher, ob die Gastanks ausreichen. Leider haben wir keine deutsche
Flasche dabei, auch das Übergangsstück fehlt uns. Trotzdem fahren wir mal
weiter in Richtung Hessen. In Lorsch entsorgen wir Müll, Abwasser und Inhalt
des WC-Tanks und füllen Frischwasser auf. Zuvor unternehmen wir einen
Spaziergang zum Unesco-Welterbe Kloster Lorsch. Anschliessend geht es zurück
durchs Dorf, wo wir dem Bäcker auch gleich noch einen Besuch abstatten. Kurz
nachdem wir dann in der Nähe von Reichenbach unseren heute ausgewählten
Wanderparkplatz (Felsenmeer Römersteine) im Geo Naturpark Odenwald erreichen,
beginnt es zu regnen. Nach einer kurzen Zwischenverpflegung unternehmen wir den
Rundgang Nr. 5 zum Riesenschiff und Riesensarg. Es regnet in Strömen. Dieses
Wetter bleibt so, auch in der Nacht.
Donnerstag, 29.3.2018
Freitag, 30.3.2018
Den Morgen beginnen wir wie immer sehr gemütlich. Wir
unternehmen eine längere Wanderung zum Melibokusturm. Geographisch handelt es
sich bei dem 517 m hohen Berg um die höchste Erhebung des Bergstraßen-Odenwaldes.
Er ragt über die verschiedenen Anhöhen hoch hinaus und ist mit seinem
imposanten Gipfel Wahrzeichen der Region. Von hier aus kann man in „alle Herren
Länder“ schauen und hat einen eindrucksvollen Blick in den Oberrheingraben.
Touristisch ist der Melibokus ein einzigartiger
Anziehungspunkt. Er lockt besonders Wanderer an, aber auch Mountainbiker und
Sportflieger.
Zurück bei Nikan machen wir erst einmal Siesta, bevor wir
uns auf den Weg ins Taunus-Gebiet machen. In Orlen wandern wir auf dem
ärchologischen Rundweg mit einem sogenannten Limes-Turm. Der Limes bildete vom
Ende des 1. Jh. bis zur Mitte des 3. Jh. die Grenze zwischen Römern und den
germanischen Stämmen im Norden. Die Römer überwachten die Grenzen, lebten in
den sogenannten Kastellen. Um die Kastelle herum wuchsen Siedlungen, in denen
Handwerker, Händler und Familien der Soldaten lebten. Der Limes im
Rheingau—Taunus-Kreis ist in der Zwischenzeit UNESCO-Welterbe. Ein spannender
Rundweg mit vielen Informationstafeln.
Wir fahren schliesslich nach Nieder-Oberrod weiter und beziehen
auf dem Wanderparkplatz «Gebück» unser Quartier. Von dort unternehmen wir am
Abend bloss ein kurzer Spaziergang, bevor wir früh schlafen gehen.
Samstag, 31. März 2018
Der Wandertipp unseres Reiseführers empfiehlt die Wanderung
«durch das Buchfinkenland», welche wir nach einem gemütlichen Frühstück in
Angriff nehmen. Der Wanderweg führt über ca. 11, 5 km Länge durch hügeliges
Gelände.
Das erfreuliche Wandererlebnis wird durch schöne Fernsichten
abgerundet.
Wie immer, wenn wir nach einer Wanderung zu Nikan
zurückkehren, dann geniessen wir zuerst einmal das süsse Nichtstun, geniessen
was zum Knabbern. Dann machen wir uns auf die Heimreise. Fazit unserer-Reise:
Hessen ist und bleibt unser momentan liebstes Bundesland. Nebst dem Schwarzwald
ist das Bundesland herrlich zu bereisen, wunderbare Flora und Fauna machen die
Reise durch Hessen zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen