Unterwegs mit dem Igeli-Bus im Bayerischen Wald
Nach unserer 4-tägigen Tour zu Fuss mit dem Zelt durch
Schaffhausen ist uns nach relaxen zumute. Klar, ganz ohne Wandern kommen wir
nicht aus, ganz im Gegenteil. Am Montag ziehen wir mit Sack und Pack Richtung Bayerischen
Wald, Ziel für 2 – 3 Nächte ist der Campingplatz am Nationalpark inSpiegelau-Klingenbrunn. Nikan parkieren wir so, dass wir den Aufsatz nicht
wirklich absetzen können. Es gefällt uns jedoch so gut auf unserem Platz, dass
wir beschliessen, länger zu bleiben. Ausserdem haben wir riesige Freude, mit
dem Igeli-Bus unterwegs zu sein. Die Wanderung vom Campingplatz zum
Park&Ride und gleichzeitig zur Haltestelle sämtlicher Igeli-Busse dauert
ungefähr 2.5. km.
Wanderung 1: Wildromantische Steinklamm in Spiegelau
Die Wanderung ist äusserst angenehm bei dieser Hitze. Die
Becken sind jedoch nicht zu unterschätzen.
Wanderung 2: Racheldiensthütte
Kein Mensch ist wach, als wir um 6 Uhr morgens Richtung
Spiegelau losziehen. Der Wanderweg beginnt am Waldspielgelände und führt durch
herrliche Wälder hinauf zur Racheldiensthütte. Unterwegs machen wir schöne
Pausen und am Ende gibt es sogar ein herrliches Morgenbad für Juna. Als der
erste Bus mit einer Horde Wanderer ankommt, sind wir bereits müde und freuen
uns auf eine erholsame Siesta. Bereits während der Busfahrt zurück nach
Spiegelau schläft Juna trotz holperiger Fahrbahn tief und fest ein.
Wanderung 3: Filz – Moortour
Ein attraktiver Rundwanderweg von knapp 10 km Länge und 2½
bis 3 Stunden Gehzeit erwartet uns heute. Der Rundweg mit der
Markierung Kreuzotter führt nicht nur durch das größte Moorgebiet des
Bayerischen Waldes, sondern auch auf den Spuren des Goldenen
Steiges und vorbei an Goldwäscherhügeln.
Wanderung 4: Auf den Lusen
Nach dem Motto «Natur Natur sein lassen» dürfen sich auch
rund um den Lusen Wälder, Moore und Fliessgewässer natürlich entwickeln. Wir
entscheiden uns für den Aufstieg über die Himmelsleiter und erobern uns einen
Weg über grosse Steine zum Gipfel. Wir gönnen uns eine kurze Pause und
geniessen die traumhafte Aussicht. Natürlich treffen wir beim Abstieg, wir
nehmen wohl eine Spezialroute, auf praktisch keine anderen Menschen. Unsere
Wanderung wird schliesslich sehr ausgiebig und ziemlich erschöpft kommen wir am
Nationalparkzentrum an, von wo wir dann den Bus zurück nach Spiegelau nehmen.
Den Rest des Tages verbringen wir mit Relaxen.
Ruhetag – keine Wanderung geplant! 😊
Wir lassen es ruhig angehen. Die Natur-Kneippanlage in
Spiegelau lädt dazu ein, Körper und Seele baumeln zu lassen. Die Anlage ist
übrigens barrierefrei, sehr gut auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Juna trifft
heute auch auf einen weiblichen Harzer Fuchs. Das Spiel wird jedoch wegen einem
attraktiven Labrador-Rüden unterbrochen. Beide Hündinnen haben bloss noch Augen
für ihn.
Natürlich darf heute der Besuch bei der Firma Fleischeslust nicht fehlen, Tipp von unserem Campingwart. Die gekauften Würste sind für Juna
eine absolute
Delikatesse. Schade liefert die Firma die MEAT & trEAT-Produkte nicht in die Schweiz. Somit
decken wir uns mit verschiedenen Sorten grosszügig ein.
| Juna vor dem Fleischeslust-Shop ;-) |
Wanderung 5: Wald
lehrt uns, dass Monotonie den Geist verdüstert und das Leben gefährdet.
Mit dem Bus fahren wir erneut hinauf zur Racheldiensthütte
und laufen von dort zum Seelensteig. Auf dem 1.5 km langen Holzbohlenweg bieten
sich uns herrliche Einblicke in einen typischen Mischwald aus Fichten, Tannen
und Buchen, in den bereits seit mehr als 50 Jahren kein Mensch mehr
eingegriffen hat. Der Weg soll dazu inspirieren, seinen Gefühlen zur Natur
freien Lauf und seine Seele ordentlich baumen zu lassen.
Wanderung 6: Fatimatkapelle
Die letzte Wanderung, bzw. der letzte Spaziergang führt uns
zur Fatimakapelle in Klingenau.
Die letzten Tage verbringen wir noch im Jakobsbad bei Leo
auf dem Campingplatz. Leider steht noch ein Besuch beim Tierarzt in Appenzell
auf dem Programm. Juna erhält wegen ihrer Ohrenentzündung eine Cortison-Spritze
und Tröpfli. Wir wissen nicht, was sie müder macht, sie ist aber sehr schlapp
und der Tierarzt rät uns, die letzten Ferientage noch gemütlich zu gestalten,
was wir dann auch tun. Wir sind vor allem viel mit Zug unterwegs und vermeiden
Seilbahnfahrten.
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