Frühling im Verzascatal
Kurzfristig buchen wir ein paar Tage auf LaSerta. Das
Rustico kennen wir seit 2009. In der Zwischenzeit hat der Besitzer gewechselt.
Wir freuen uns auf ein paar erholsame Tage und vor allem auf den Tapetenwechsel
nach Toms Skiunfall. Am ersten Tag sind wir bloss auf der Anreise erpicht auf
einen längeren Spaziergang und folgen einem Teil des Blattner Liebesweg in
Malters. Allerdings folgen wir dann der Kleinen Emme nach Littau und kehren auf
der anderen Seite der Emme wieder zurück zu unserem Auto. Ein toller
Spaziergang für Mensch und Tier.
Angekommen in Vogorno geht es nun mit Sack und Pack und vor
allem bei strömenden Regen vom Parkplatz ca. 80 Höhenmeter zum Rustico. Wir
geniessen den ersten Abend trotz Wassereinbruch durchs Dach und Besuch des
Dachdeckers.
Am nächsten Tag planen wir eine Wanderung ins uns unbekannte
Valle Vogornesso (Val Vegornèss). Vom grossen Parkplatz in Sonogno wandern wir
auf einem gemütlichen Fahrweg Richtung Cabiòi. Die hübsche Siedlung aus
umgebauten Rustici ist ein herrliches Fotomotiv. Wir kehren jedoch noch nicht
um und wollen noch Gann besuchen. Die Bauten unter den Felsen (sprügh) dienten
Mensch und Vieh bis spät ins 20. Jahrhundert als Unterschlüpfe.
Wieder zurück in Cabiòi besuchen wir auf der anderen Seite
der Verzasca die Felsenkeller, in welchen die Alpbewohner früher ihre Lebensmittel
lagerten.
Entspannt von dieser Wanderung kehren wir wiederum in unser
gemütliches Rustico zurück und kochen mit dem traumhaften Steamer ein
herrliches Abendessen und backen ein feines Brot.
Am nächsten Morgen ist nichts mit Ausschlafen. Wir wollen in
Lavertezzo den Bus erwischen und fahren mit dem Auto auf den grossen
Wanderparkplatz. Nicht viele Wanderfreunde sind heute unterwegs, der Bus ist
fast leer. Das Wetter ist zwar nicht schlecht, an der Bushaltestelle setzen wir
sogar kurz die Sonnenbrillen auf, bloss so zum Spass. In Sonogno wandern wir
der Verzasca flussabwärts entlang. Auch wenn wir vor Jahren bereits talaufwärts
gewandert sind, ist es erneut ein herrliches Erlebnis, auch die Jahreszeit ist
nicht die Gleiche. Glücklich, aber müde kehren wir schliesslich in unser
vorübergehendes Zuhause zurück. Natürlich genehmigen wir uns noch einmal ein
entspannendes Bad.
Am nächsten Morgen müssen wir den Kanton Tessin bereits
wieder verlassen, aus dem Gotthard-Tunnel bestaunen wir traumhaftes Wetter.
Deswegen bauen wir im Oberaargau noch ein herrlicher Spaziergang ein.
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