Marbachegg - 3.10.2016



Am Montagmorgen ist eigentlich jeweils Putzen angesagt, das heisst, ich putze, Juna versteckt sich vor dem Staubsauger. So auch heute. Als sich dann aber die Nebelschwaden verziehen und sich die lachende Herbstsonne breit macht, hält uns nichts mehr drinnen. Schliesslich kann man lange genug putzen, wenn die Sonne weg ist. Also, nichts wie los in die Natur raus. Ich wollte schon lange einmal auf die Marbachegg und nach Marbach runterlaufen. Gesagt, getan. Wie immer steht Juna den Gondelfahrten eher skeptisch
gegenüber, findet dann aber die Aussicht auch traumhaft. Oben angekommen, geniessen wir diese noch einmal sehr. So nahe an meiner geliebten Schrattenfluh war ich ja noch nie. Ich kann mich an diesem Gebirgsstock fast nicht sattsehen. Natürlich gibt es über diese karge Steinwüste eine unheimliche Sage, siehe Link.


Nachdem ich mich gestärkt habe, kann es losgehen. Um diese Zeit sind noch nicht viele Wanderer unterwegs. Trotzdem kann ich nicht ungestört über den glatten Holzbrettern ausrutschen und peinlich auf den Allerwertesten fallen. Das fängt ja gut an. Die Wanderung ist mit 1 Stunde 15 Minuten angeschrieben. Eigentlich wollte ich ja auch über den www.leckytrail.ch wandern, meine Kartenkenntnisse sind erschreckend, für Tom jedoch sicher keine Neuigkeit ;-). Der Weg verläuft zuerst schön an der Sonnenseite, es sind noch einige Wanderer unterwegs. Bald aber geht’s über einen glitschigen Wanderweg durch den Wald. Dann sind wir wieder auf der Strasse. Im Blick habe ich selbstverständlich den
Wanderwegweiser „Marbach“. Als wir dann vor uns einen Wanderer sehen, der hoch hinauf läuft, folgen wir ihm, sozusagen vertrauensvoll. Auch seine Worte, die er uns zuschreit, ergeben erst nach Erreichen des Gipfels Sinn für mich. Aha, hier geht’s nicht mehr weiter. Der Mann ist nämlich unterwegs, um Wild zu beobachten. Ich aber habe zwischen dem Rauschen des Baches etwas von „hier ist dann der Wildbach“ verstanden. Oben angekommen, geniessen wir die Aussicht, müssen aber umkehren und den steilen Weg wieder hinunter laufen. Natürlich will mein Allerwertester noch einmal schönen Marbacherboden berühren. Es war wirklich steil. Zu guter Letzt müssen wir dann noch eine Kuhweide überqueren. Von weitem schaut uns der Besitzer zu und öffnet uns auch schnell das Gatter. Er bewundert Juna wie sie das gemacht hat. Nach 3 Stunden kommen wir schliesslich beim Parkplatz an. Es war herrlich, unseres Erachtens leider etwas zu viel Asphalt. Juna war wie immer eine tolle und liebenswerte Begleiterin.



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