Flims - Graubünden
Spontan beschliessen wir, ins Graubünden zu fahren. Da
Nikan nun in Thun steht, ist es unbestritten, dass wir direkt über den Brünig
nach Luzern fahren. Von da an ist es nur ein Katzensprung nach Flims. Auf dem
Dorfcamping Flims haben wir im Vorfeld drei Nächte
gebucht. Hugo hätte uns einen ruhigen Platz abseits, wie von uns gewünscht, zur Verfügung gestellt. Da er aber bei unserer Ankunft nicht vor Ort war, haben wir es uns bereits auf dem Quick-Stellplatz (direkt vor der Rezeption) bequem gemacht. Natürlich spielte für unseren Entschluss auch ein technisches Problem eine grosse Rolle. Wir haben für unsere Reisen zwar diverse Kabel an Bord, auf einem Schweizer Campingplatz waren wir hingegen schon länger nicht mehr. Unser extra für Nordamerika angeschaffter Trafo macht natürlich auch keinen Sinn. Und so benötigen wir in Flims einen Stellplatz, möglichst nahe an der Stromverteilung. That’s it.
Das Wetter ist besser, ein
fast wolkenloser Tag steht uns bevor. Heute wollen wir eine Wanderung in die
imposante Rheinschlucht unternehmen. Die Geschichte der Ruinaulta hat mit dem
Flimser Felssturz vor über 10000 Jahren begonnen. Mit über 8‘000 Mio
Kubikmetern Fels ist er der grösste Felssturz der Alpen. Auf der Höhe von Ilanz
wurde der Rhein aufgestaut. Mit den Jahrtausenden hat der Fluss sich seinen Weg
durch die Bergsturzmassen gebahnt und formte so die imposante Rheinschlucht.
Die unberührte Natur ist ein kleines Paradies. Im bewaldeten Gebiet wachsen
sogar Orchideen, wie der seltene Frauenschuh. Unsere Wanderung: Von Flims über
Conn (970 m) geht’s zuerst auf die deltaförmige Aussichtsplattform Il Spir. Sie
ist über den Wanderweg 656.3 erreichbar. Über Ransum geht es dann ziemlich
steil hinunter bis an das Flussufer des Rheins. Über die Eisenbahnbrücke gelangt
man an ans andere Flussufer. Von hier aus kann man die kalksteinhaltigen
Felswände wunderbar bestaunen. Station Versam liegt auf 635 m (Bus- und
Bahnstation). Wir bleiben jedoch auf dem Weg, welcher uns schliesslich an die
Station Valendas-Sagogn (Bahnstationauf 669 m). Von nun an geht’s aufwärts.
Über Planezzas, Safums gelangen wir schliesslich nach Laax, welches wir
schnurstracks links liegenlassen. Nach fast 8 Stunden erreichen wir Prau la
Selva wieder. Die Strapazen haben sich eindeutig gelohnt. Eine herrliche, wenn
auch anstrengende Wanderung. Gutes Training für unser bevorstehendes
Trekkingwochenende.
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gebucht. Hugo hätte uns einen ruhigen Platz abseits, wie von uns gewünscht, zur Verfügung gestellt. Da er aber bei unserer Ankunft nicht vor Ort war, haben wir es uns bereits auf dem Quick-Stellplatz (direkt vor der Rezeption) bequem gemacht. Natürlich spielte für unseren Entschluss auch ein technisches Problem eine grosse Rolle. Wir haben für unsere Reisen zwar diverse Kabel an Bord, auf einem Schweizer Campingplatz waren wir hingegen schon länger nicht mehr. Unser extra für Nordamerika angeschaffter Trafo macht natürlich auch keinen Sinn. Und so benötigen wir in Flims einen Stellplatz, möglichst nahe an der Stromverteilung. That’s it.
Unsere erste Besichtigung ist
der Caumasee. Der türkisblaue, kristallklare See ist ein echter Hingucker, das
Fernweh nach Canada ist umso schlimmer. Im Caumasee (997 m) kann man, wenn es die
Temperaturen zulassen, sogar baden. Auch
der vielseitige Spielplatz ist ein wunderbares Freizeitvergnügen für Familien.
30. Mai 2014
Das Wetter ist nicht wirklich
überwältigend. Trotzdem wollen wir unbedingt auf den Trutg dil (Wasserweg). Bereits Brigitta hat uns
mitgeteilt, dass der obere Teil des Wegs noch nicht offen ist. Es liegt immer
noch Schnee. Startpunkt des Weges wäre jedoch etwas oberhalb vom Unteren
Segnesboden, über den Cassonsgrat erreichbar. Somit bleibt uns nichts anderes
übrig, als in den Weg über Naraus einzusteigen. Immer wieder quert man den Flem
über einzigartige Brücken, gestaltet von Jürg Conzett. Unter den Bauwerken
bannt sich der Flimser Bach seinen Weg hinunter ins Tal. Imposant zu sehen, wie
kräftig das Wasser seine Spuren hinterlassen hat, sei es als Wassermühlen oder
Wasserrutschen. Zwischendurch führt der Weg wieder durch wunderschöne, alpine
Landschaft, jedoch immer in der Nähe des Wassers. Unser Fazit: Herrliche
Wanderung, da wir talwärts unterwegs waren, konnte ich endlich auch mein Knie
richtig beanspruchen und welche Freude, am Abend grosser Jubel, keine grösseren
Schmerzen. Juhui.
Weitere Infos zum Flimser
Wasserweg: Die Wanderung von Naraus bis zur Talstation Flims dauert ungefähr 3
Stunden. 5 Stunden dauert die Wanderung von Cassons bis ins Tal. Der Weg ist
sowohl berg- wie talwärts begehbar. Der Trutg ist ein schmaler, anspruchsvoller
Bergwanderweg. Kinder sind unbedingt stets zu beaufsichtigen. Der Weg ist nur
in schnee- und eisfreien Jahreszeiten zu begehen. Feste Wanderschuhe sind von
Vorteil, nasse Felsen können äusserst glitschig sein.
Weitere Infos unter: http://www.trutg-dil-flem.ch/
31. Mai 2014
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