Australien - Winter 2008/09



Sa, 6.12.08 / So, 7.12.08

Samichlous, Du guete Maa,
hüt wei mer die chauti Schwyz verlah...

Wir starten unsere Reise pünktlich von Zürich Richtung Singapur, wo wir einige Stunden, mit schweren Augenlider kämpfend, auf unseren nächsten Flug nach Sydney warten. Alles läuft perfekt und wir kommen in Sydney pünktlich an. Die Reise war anstrengend, aber sehr komfortabel. Mit der Singapur Airlines sind wir sehr zufrieden, sogar die vegetarischen Menüs sind spitze. In Sydney haben wir riesiges Glück mit unserem portugiesischen Taxifahrer, der uns tolle Tipps für unseren zweitägigen Aufenthalt gibt. Aufgrund unserer Müdigkeit realisieren wir die Grösse der Stadt kaum. Im Hotel Travellodge (inmitten der Grossstadt) angekommen, lassen wir uns erschöpft auf unser Bett fallen.

Mo, 8.12.08

Sydney, wir sind da.



„Das Schönste an einer Grossstadt ist, ganz früh morgens am Fenster eines Hochhauses zu stehen, um zu sehen, wie die Stadt erwacht. Sich Gedanken zu machen, wohin die kleinen Menschen dort unten wohl zu so früher Stunde gehen, was sie arbeiten, wie sie leben“. So erlebt Conny ihren ersten Morgen in Sydney. Mit einem Kaffee im Bauch verlassen wir das Hotel und geniessen die grüne Lunge, den Royal Botanic Garten und treffen dort auf die ersten Tiere wie Kookaburras, Flying Foxes, Gelbhaubenkakadus. Anschliessend besichtigen wir das Opera House und laufen durch das alte Quartier „The Rocks“ zur berühmten Harbour Bridge (Kleiderbügel, wie die Einheimischen den grandiosen Bau nennen). Schliessen geraten wir in unser erstes Gewitter, lassen uns jedoch nicht davon abhalten, unter strömenden Regen zur Darling Harbour zu laufen. Im bekannten
Shopping Center Myers wird gerade der Weihnachtsverkauf eröffnet. Wir lassen es uns nicht nehmen, durch das Center mit einem Cüpli zu stolzieren und ab und zu ein Häppchen zu essen. Im Hotel zurück bemerken wir die Zeitverschiebung. Nach einem kleinen Nickerchen und freuen uns auf ein gemütliches, italienisches Essen in der Darling Harbour. Leider war das Essen nicht so grossartig, der Wein jedoch umso mehr.

Mi, 10.12.08

Heute können wir unser 4WD Toyota Landcruiser in Empfang nehmen. Nach gründlicher Einweisung durch den Besitzer der Vermietstation, Bruno Frischknecht, TCC, fährt Tom gekonnt durch den Linksverkehr Richtung Norden aus der Stadt hinaus. Es dämmert schon erheblich, als wir endlich den Barrington Tops NP erreichen. Leider finden wir den Campground nicht und verbringen die Nacht auf einer gemütlichen Day Use Area.


Do, 11.12.08

Happy Birthday, mein lieber Tom. Wer kennt den Film „Gorillas im Nebel“ nicht? Die Szene an diesem Morgen ist genau so wie im Film.
Vogelgezwitscher, andere Vogelstimmen als bei uns, weckt uns. Fanatastisch. Nach einem feinen Frühstück fahren wir los um an die Küste zu kommen. Wir wollen heute unser Programm unserer Reise überprüfen. Das Wetter ist alles andere als schön. Es ist kalt und nass, wenigstens für uns. Andere gehen surfen oder laufen in Shorts oder T-Shirts herum. Wir rasten am Seals Rock und machen es uns dort gemütlich. Hier besprechen wir die Route und geniessen einen tollen Spaziergang am menschenleeren Strand. Anschliessend kehren wir an unseren Platz zurück und geniessen erneut unbekannte Vogelstimmen. Es ist toll hier, jedoch etwas kühl.

Fr, 12.12.08
Wir entscheiden uns heute, etwas zügiger Richtung Norden zu fahren, weil wir sonst am Ende unserer Ferien nicht einmal in Brisbane ankommen, wenn wir in dieser tollen Gegend alle NP’s abklappern. Wir fahren über Taree, Port Marquarie, Kempsy, Grafton und wollen eigentlich in den Bald Rock und Bonoo Bonoo NP. Je länger wir jedoch fahren, merken wir, dass dies nicht reicht. Die Fahrt durch den Gibraltar NP wäre Self Registration wie gewohnt. Im Washpool NP finden wir dann einen gemütlichen Platz zum Übernachten. Eine Wucht, wenn es nicht so regnen würde. Bei den Lookouts sehen wir nichts anderes als Nebel, dichten Nebel.

Sa, 13.12.08
Heute starten wir unsere Tour noch bei bewölktem Himmel. Je näher wir uns jedoch unserem Zwischenziel Bonoo Bonoo und Bald Rock nähern, wird es
zunehmender sommerlicher (Temperatur und Wetter). Im Bonoo Bonoo NP besuchen wir zuerst einen Wasserfall, den wir auf über einen kurzen Trail erreichen. Das erste Mal wird uns klar, dass wir jetzt Sommer haben. Die Swimming-Pools in der Nähe sind zwar schön, aber das Wasser ist dunkel und die Schlangen würden einen ja sowieso alle zwei Sekunden in den Arsch beissen :-). Weiter fahren wir durch einen schönen Wald, bis wir dann den Bald Rock erreichen. Bald Rock ist der drittgrösste Monolith Australiens, sozusagen unser Ersatzuluru. Nach einem kurzen Waldspaziergang erreichen wir den riesigen Stein, den wir besteigen und von dort die grandiose Aussicht über das riesige Land geniessen können. Als wir beim Auto ankommen und unser Lunch zu uns nehmen, können wir die ersten Rotnacken-Wallabies beim Grasen bestaunen. Kurz danach fahren wir über die Grenze von Queensland Sunshine State. Hier sei gesagt, no Sunshine, viel Regen. In Warwick kaufen wir noch ein und übernachten dann auf einem Campingplatz am Lake Moegerah (hier verbringen viele Australier ihre Wochenenden und Ferien). Kaum auf dem Platz angekommen, werden wir von einem heftigen Regenguss überrascht. Kurz darauf können wir bereits wieder draussen den Vollmond und viele Sternschnuppen betrachten. Einfach toll.

So, 14.12.08
Am Morgen stehen wir ziemlich früh auf und fahren weiter nordwärts (Ipswich, Brisbane). Von einem bekannten Lookout sehen wir bei glühender Mittagshitze die Glasshouse Mountains. Grandios und sicherlich ein tolles Wandergebiet bei den entsprechenden Temperaturen. Weiter geht unsere Reise über Gympie nach Rainbow Beach. Hier entschliessen wir uns, Fraser Island zu besuchen. Rainbow Beach ist ein eigenwilliger Ausgangspunkt für die Überfahrt. Auf der Insel angekommen, sozusagen am Strand beschliessen wir, umgehend Luft aus den Pneus zu lassen. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen ist, dass die Strassen im Landesinnern keine Sandpiste, sondern eine super schlechte
Gravel Road ist. Und so pumpen wir unsere Pneus wieder auf. Wieder zurück auf dem Strand, die Luft dann wieder raus. Über den Strand fahren wir bis Eurong. Das Wasser ist bereits verdächtig nah, doch ein australisches Paar beruhigt uns und teilt mit, dass Wasser nicht höher komme. Bereits hier hätten wir den Ebbe- und Flutplan doch etwas besser studieren sollen. Bei Eurong verlassen wir den Strand und fahren über eine holprige Sandstrasse zum überfüllten Campingplatz Central Station, wo uns nervige Touristengruppen (gebuchte Touren) mit ihrem Lärm und ihrer Musik gehörig auf den Sack gehen. Eine erfrischende Dusche nach einem einfachen Abendessen und ab ins tropisch warme Schlafzimmer.

Mo, 15.12.08
Heute ist Baden angesagt und zwar am Mackenzie Lake inmitten der Insel. Nicht nur wir beide haben diese tolle Idee. Scheinbar jeder Tourist der Insel hängt an diesem Morgen an diesem wunderschönen See ab. Wieder am Beach zurück fahren wir nordwärts. Unterwegs besichtigen wir das Wrack der gesunkenen S. S. Maheno und spazieren am Eli Creek mit vielen anderen Touristen durch die Gegend. Auf unserem Campingplatz sind wir dann zu so frühen Stunde fast allein und können die Stille, das kühle Bier und die spannende Lektüre richtig geniessen. Doch bald ist es aus mit dieser friedlichen Ruhe. Nach und nach füllt sich der Platz mit den nervigen Touristengruppen, welche im Grundprinzip keinen Draht zur Natur haben und sounden, schreien und unter Alkoholeinfluss gröhlen bis tief in die Nacht hinein.

Di, 16.12.08
Unseren Campingplatz verlassen wir genau zu der Zeit, zu der man es eben nicht macht, nämlich zu Beginn der Flut und die ist an diesem Tag 2 m 30 höher als normal. Hier sei wieder gesagt, dass wir den Plan doch etwas genauer hätten anschauen sollen. Jedoch können wir uns auf eine sichere Düne retten und warten dort ganze 4 Stunden auf die Ebbe. Aber auch dies ist ein Moment, den wir ja nicht mehr vergessen werden. Nur wir beide, unsere Bücher und das Rauschen vom Meer, genügend Essen und Trinken. Wir
beschliessen auf der Beachstrasse nach Süden zu fahren. Unterwegs fahren wir uns einen platten Pneu. Aber Tom ist einfach toll. Im Nu hat er den Reifen gewechselt und wir können die Insel vor Einsetzen der Flut verlassen. Wieder auf dem Festland verbringen wir einen windigen Abend auf einem Gratis-Campingplatz mit Meersicht. Einfach toll.

Mi, 17.12.08
In Rainbow Beach shoppen wir noch ein wenig. Dann fahren wir über Marybourough, Childers und lassen uns in Bundaberg den kaputten Reifen reparieren. Hier finden wir 2 Stunden Zeit, gemütlich unsere Einkäufe zu tätigen. Anschliessend fahren wir über holprige Sand und Gravel Road in den Deepwater NP. Gehofft haben wir natürlich, Schildkröten zu beobachten. Leider haben wir kein Glück.

Do, 18.12.08
Über Miriam Vale und Bibela fahren wir 450 km nach Rollston, Gerade nach dem Schwatz mit der älteren Besitzerin des Caravanparks zieht ein heftiges Gewitter auf. Jedoch reicht die Zeit gerade, um gemütlich ein Bier zu trinken und zu essen. Wir beobachten die heftigen Blitze, da gesellt sich Maury zu uns. Kurz darauf tobt das Gewitter in Rolleston und wir sitzen mit einigen Aussies in deren Arbeiterbaracken und trinken Bier und Rum Cola.



Fr, 19.12.08
Heute fahren wir über endlose Strassen nahe Carnveron NP (wollten wir eigentlich besuchen, die Arbeiter haben jedoch gestern ein bisschen davon abgeraten, da die Strasse nach einem solchen Gewitter ziemlich schlecht zu befahren sei) südlich über Injune nach Roma. Von dort über Mitchell Morven nach Charleville, einer kleinen Outbackstadt. Charleville besitzt sogar einen tollen Caravanpark. Tom versucht vergebens, die Klimaanlage unseres Autos auf Vordermann zu bringen. Am Abend geniessen wir dann noch den absolut klaren und sternenbedeckten Himmel. Die Sterne sind so nah, dass man sie fast anfassen kann. Es ist grossartig.

Sa, 20.12.08
Auch heute ist eine lange Fahrt zur das heisse Outback Australiens angesagt. Wir fahren über Cunnamulla und Thargom und kommen nach 550 km zu unserer Übernachtungsstelle im Nirgendwo. Wir haben jedoch ein eigenes Billabong und geniessen die letzten Sonnenstrahlen unter rauschenden Eukalyptusbäumen. Die Stimmung ist fantastisch. Nur wir beide und sonst nichts. Klar, auf eine erfrischende Dusche hätten wir uns sicher gefreut. Aber so what, it’s the real life!



So, 21.12.08
Am Morgen früh machen wir uns auf den Weg Richtung Innamincka. Nach ¾ Strecke kommt endlich die lang ersehnte Gravel Road. Diese ist jedoch richtig ruppig. In Innamincka machen wir einen Stopp, tanken unser Auto auf und treffen im Roadhouse auf zwei Österreicher. Es folgt eine gemütliche Plauderstunde. Die beiden sind von unten über den Strezlecki Track gefahren und empfehlen uns eine grossartige Übernachtungsmöglichkeit mit eigenem Pool. Über Stock und Stein fahren wir den Strezlecki Track, vorbei an vereinzelten Gasfeldern. Das Gas brennt richtiggehend in den Augen. Auf ca. halber Strecke entdecken wir dann den Campingplatz (sogar ein Klo gibt es). Toll, ausser uns, den Karnickel, den Fliegen und den Vögel, ist niemand hier. Wir geniessen ein kühles Bad im Salzwasserseeli, trinken kaltes Bier und bewundern den wunderschönen Outback-Sonnenuntergang.



Mo, 22.12.08
Die kräftige Sonne treibt uns regelrecht aus unserem heissen Bett. Wir fahren los Richtung Lyndhurst. Unterwegs kommen uns viele Roadtrains entgegen und passieren schliesslich den Dog Fence, einen Zaun mit 5412 km Länge, welcher gebaut wurde, um die Dingos von den Weiden abzuhalten. In Leigh Creek kaufen wir uns wieder mal etwas Proviant und nehmen eine Gravel Road Richtung Flinders Ranges über Blinman. Auf einem Lookout geniessen wir die fantastische Aussicht über die Gegend, ehemals Aboriginal-Gebiet (Bergmenschen). Im Wilpena Pound NP übernachten wir auf einem Campground und beobachten die vielen Känguruhs, die da so friedlich grasen. Ausserdem sehen wir viele Papageien.

Di, 23.12.08
Am Morgen besichtigen wir die Höhlenmalereien der bereits erwähnten Aboriginies. Danach fahren wir über Hawker, Quorn, Wilmington in den Remarkable NP, wo wir zu der Alligator Gorge hinabsteigen. Anschliessend müssen wir leider um den ganzen NP herumfahren, eine direkte Zufahrtsstrasse zum Campingplatz gibt es nicht. Schade, unser Reiseführer hat darauf verzichtet, dies zu erwähnen. Am Abend geniessen wir dann wiederum einen tollen Sonnenuntergang.



Mi, 24.12.08
In Port Prierie kaufen wir unsere Festtagsmahl ein. Über Crystal Brook fahren wir dann ins Clare und kurz darauf ins Barossa Valley. Auf unserer Fahrt Richtung Känguruh Island durchqueren wir gekonnt, mit Tom als Stadtführer, die Stadt Adelaide. In Second Valley übernachten wir auf einem Caravanpark. Die Besitzer machen uns darauf aufmerksam, dass die Fähren am Weihnachtstag nicht fahren. Die Fähren sind scheinbar auch am 26.12. bereits ziemlich ausgebucht. In aller Ruhe können wir unsere Kleider waschen und tumblern zu später Stunde (was uns jedoch einen ziemlichen ZS einbringt). Wir gehen richtig spät ins Bett und geniessen die Stimmung an diesem heiligen Abend. Unsere Mitcamper (fast alle mit Kinder), die dann die Lichter ihrer Weihnachtsbäume anzünden.

Do, 25.12.08
Wir beschliessen in Ruhe die Fleurieu Halbinsel zu besichtigen. Anschliessend fahren wir durch Cooroong NP und übernachten in Kingston auf einem Caravanplatz und geniessen am Strand den Sonnenuntergang.

Fr, 26.12.08
Über Naracoote, Edenhope, Horsham und fahren wir in den Grampians NP nach Halls Gap. Über Gravel Road wollen wir schliesslich dem Touristenrummel entfliehen. Eigentlich war geplant, auf einem Bushcampingplatz zu übernachten. Dieser ist jedoch bereits ziemlich belegt und dies von einer einzigen Familie so à la, hier ist keiner mehr willkommen. So fahren wir schliesslich weiter auf den Jimmy Creek Campingplatz. Der Platz wurde 2006 von einem Brand ziemlich zerstört und wurde erst vor kurzem wieder aufgeforstet.

Sa, 27.12.08
Am Morgen (es ist jedoch bereits sehr heiss) machen wir eine Wanderung auf den Pinacle, von wo wir eine tolle Aussicht über die Gegend geniessen können. Schliesslich gehen wir auf einen Bushcampingplatz in der Nähe der Aboriginal Paintings. Am Abend entdeckt Tom den ersten Fuchskusu, der dann am späten Abend ganz frech unseren Platz nach Essbarem abklappert.

So, 28.12.08
Unser Auto springt nicht an. Die Batterie ist defekt. Tom überbrückt mit einem Schraubenzieher und wir besichtigen in Ruhe die schönen Felsmalereien der Aboriginies. Nach erneuten Startschwierigkeiten fahren wir am selben Tag in den Mount Eccles NP. Wir befinden uns nun in einer Vulkangegend. Nach einem kurzen Regenguss machen wir eine schöne Wanderung auf den Kraterring des Vulkans. Kaum auf unserem Platz zurück, entdecken wir im Wipfel eines nahen Baumes unseren ersten Koalabären. Den ganzen Abend verbringen wir damit, das Tier bei seinen Taten, bzw. beim Schlafen zu beobachten. Spät nachts besuchen uns dann erneut drei Fuchskusus.

Mo, 29.12.08
Nach einer wohltuenden Dusche (es ist eher kalt) wollen wir uns auf den Weg Richtung Warrnambool machen. Jedoch springt unsere Karre erneut nicht an. Alles Umhängen der Batterien und Überbrücken hilft nichts. Conny versucht nettes Aussies mit Jump Leads zu organisieren. Auf dem Platz kann leider keiner helfen. Jedoch empfehlen sie uns, den Ranger zu kontaktieren, der dann auch bald darauf mit seinem Toyota Landcruiser und allerhand Werkzeug anrückt. In der Zwischenzeit ist ein weiterer junger Aussie aufgetaucht. Gemeinsam versuchen wir, unser Fahrzeug wieder flott zu kriegen. Da hilft nur noch Abschleppen und ein Jump Start und so läuft unser Känguruh wieder. Ohne Pausen fahren wir nach Warrnambool zu einem Toyota Händler, der uns dann das Fahrzeug nach 3 Stunden repariert zurück gibt. Die Reparatur soll teuer werden. Nicht nur die Batterie wird ersetzt, sondern auch der defekte Keilriemen. Endlich können wir den Hafen von Warranmbool besichtigen.
Hier hat Willy, Connys Vater, vor 40 Jahren den Silvesterabend verbracht. Wir ziehen los, um vor dem grossen, angekündigten Regen die Great Ocean Road zu befahren. An jedem Lookout lohnt sich der Stopp mit tausenden von anderen Touristen. In Princetown übernachten wir schliesslich im NP. Wir befinden uns auf einem überfüllten Caravanpark, finden jedoch eine äusserst ruhige Ecke. Zum ersten Mal in diesen Ferien essen wir im Auto, da es stürmt und regnet.




Di, 30.12.08
Zuerst fahren wir ans Cap Otway (Connys Eltern waren erst vor kurzem hier und haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir dort sicherlich viele Koalas sehen werden). Genau so ist es. Sie haben nicht zuviel versprochen. Wir entdecken überall in den Bäumen viele, viele Koalas. Grossartig. Im Great Otway NP machen wir einen kurzen Trail in eines der letzten
Regenwaldgebiete Victorias. Wunderschön. Weiter geht es über die Great Ocean Road Richtung Geelong. Nirgends reizt es uns in diesen Touristendörfer zu halten. Im Brisbane Ranges NP (woher dieser Name stammt, wissen wir leider nicht) übernachten wir schliesslich an einem sehr ruhigen, aber windigen Ort.

Mi, 31.12.08
Heute ist Shopping in Melbourne angesagt. Zielstrebig fahren wir direkt ins Stadtzentrum, wo wir uns einige Souvenirs kaufen. In Healesville kaufen wir schliesslich ein, sogar einen Champagner liegt in unserem Kühlschrank bereit. Eigentlich ist vorgesehen, dass wir die heutige Nacht im Cathedral Range State Park verbringen, doch als wir all die vielen Menschen, alles Einheimische sehen, reizt es uns nicht, den Silvester dort zu verbringen. Auf dem Campingplatz kurz vor Narbethong finden wir dann einen etwas ruhigeren Platz. Den Übergang ins neue Jahr (nach Australienzeit) erleben wir jedoch nur schlafend, der Champagner bleibt ungeöffnet.

Do, 1.1.09
Willkommen im neuen Jahr. Um 10.00 Uhr Ortszeit ist es doch dann etwas zu früh, die Korken knallen zu lassen. So fahren wir los mit dem heutigen Endziel, der Mt. Buffalo Nationalpark. Über Alexandra Mansfield fahren dann über eine nicht sehr tourischtische Route zum Powers Lookout, wo wir gemütlich Mittag essen und einen tollen Blick auf die höchsten Berge in Viktoria geniessen können. Über eine Abkürzung (Gravel Road) fahren wir nach Myrtleford. Dies ist eine tolle Idee, da die Gegend wirklich ganz toll ist. In Porepunkah müssen wir leider feststellen, dass der Campingplatz im Mount Buffalo NP voll ist. Wir beschliessen, weiter in den Alpine NP zu fahren, um dort ein gemütliches Plätzchen zu finden. Über Bright, Mt Beauty dann eine kurvenreiche Strasse bis zum Skiort Falls Creek. Wir entdecken ausserhalb des Dorfes eine Tafel, auf der zwei Campingplätze beschrieben sind. Der erste Platz ist leider komplett besetzt, doch beim zweiten Platz (Mt. Cope) finden wir einen schönen und ebenen Platz mit Abendsonne, leider ohne Feuerstelle. Es ist ziemlich kalt hier. Nach dem Abendessen sitzen wir mit einer Decke und einer wärmenden Kerze in unserem Auto und sehen, wie die Sonne hinter den Wolken untergeht. Die erste Nacht in Australien, in der wir wirklich kalt haben.

Fr, 2.1.09
Guten Morgen in der A…kälte. Obwohl die Sonne scheint ist es wirklich sehr, sehr kalt. Die Grasbüschel sind mit Reif belegt und die Autoscheiben und unser Abwasser sind gefroren. Kurz trinken wir einen heissen Kaffee und wollen losfahren. Nix da. Der Diesel unseres Fahrzeuges ist so kalt, dass wir erst nach ungefähr 20 Minuten los können. Alle Leute auf dem Campingplatz sind aufgrund unserer Startversuche nun wach geworden. Endlich können wir los, dies jedoch nur für ganze 200 m. Der Motor brummt zwar beim Gas geben, doch es passiert nichts. Wir bummeln langsam mit 20 km/h weiter, bis sich unser Motor langsam erwärmt hat, doch dann haben wir das nächste Problem, nämlich Wasser im Dieselfilter. Eine Warnlampe zeigt uns das Problem an, leider gehört dazu ein aggressives Pfeifen. Eine Stunde später in Omec können wir mit Kopfschmerzen bei einem Mechaniker fragen, was das Problem ist. Er sagt, dass sich das Problem von selber beheben wird, wenn das Auto wieder schön warm hat. Das Pfeifen kommt und geht, die Lampe geht an und aus. Bei einer Rest Area zerlegt Tom kurzerhand das Cockpit, um den Stecker rauszuziehen. Endlich wieder Ruhe. Über Orbost fahren wir dann in den abgelegenen und wenig besuchten Croajinggolong NP. Der Campingplatz ist übervoll und viele Einheimische sind vor Ort. Es ist lärmig und touristisch. Wir entscheiden uns für eine erneute Outback-Tour in NSW. Nach einem dennoch gemütlichen Abend hören wir in der Nacht einen Dingo heulen.

Sa, 3.1.09
Wir machen uns auf den Weg zurück nach Cann River, danach fahren wir nordwärts über Bombala und Cooma Richtung Canberra, wo wir eigentlich beim Catter Dam übernachten wollen. Als wir den Campingplatz sehen, müssen wir nicht lange überlegen. Der Platz direkt an der Strasse lädt nicht zum gemütlichen Verweilen an. Wir fahren etwas weiter hoch, um auf einen anderen Campingplatz zu gelangen. Die Einfahrt ist nicht zu finden. Wir entscheiden uns, etwas weiter zu fahren, um vielleicht im Tal einen geeigneten Platz zu finden. Die Gravelroad ist sehr schwierig zu fahren. Wir kommen nur langsam vorwärts. Die Aussicht ist jedoch fantastisch. In Tumut finden wir einen tollen Carvanpark, so dass wir den Abend bei sommerlichen Temperaturen draussen geniessen können.

So, 4.1.09
Am heutigen Tag wollen wir eine kurze Strecke zurück legen, um uns im Burrinjuck Dam (Stausee) etwas abzukühlen. Auf dem Weg dorthin fahren wir die Touristenroute 7 von Tumut über Wee Jasper durchs Yastal. Landschaftlich ein absoluter Volltreffer. Die Strasse ist miserabel. Am Stausee angekommen sehen wir viele Aussis, die mit ihrem Booten wie irr auf dem See herumfahren (Wasserski Jet-Ski). Wir geniessen ein Bad im See und können im Schatten von schönen und grössen Bäumen ausspannen und lesen. Am späteren Nachmittag besuchen uns noch Camping-Kängurus. Leider müssen wir uns etwas ärgern, weil viele Campingbesucher ihren Abfall einfach hinstellen und die Tiere dann den Abfall durchwühlen. Den Abend können wir draussen an der Wärme geniessen.

Mo, 5.1.09
Heute wollen wir unser Problem mit dem Auto in Waga-Waga beheben. Nach wie vor haben wir Wasser im Dieselfilter. Bei einem Toyotavertreter machen wir halt, leider kurz vor dem Mittag. Der zuständige Mechaniker ist gerade beim Lunch. Nach einer Viertelstunde ist er zurück und schaut sich unser Problem kurzerhand an. Er dreht an einer Schraube. Urplötzlich fliesst das Wasser auf den Boden. Der Motor kann ohne Probleme gestartet werden. Wir fahren anschliessend Richtung Narrandera. Leider müssen wir noch alle unsere Früchte aufessen, da wir nämlich die Früchte- und Gemüsegrenze überschreiten. Leider mussten wir tatsächlich eine Banane und einige Tomaten in den Abfalleimer schmeissen, welche eine Schande. Kontrolliert hat uns schliesslich niemand, die Strafen seien jedoch sehr hoch. Norrandera ist eine kleine Stadt im Busch. Eigentlich gibt es alles was man braucht. Wir beschliessen, auf dem Caravan Park im Dorf unser Nachtlager aufzuschlagen. Es ist ca. 40 Grad am Schatten. Zu unserem Glück ist der Campingplatz direkt neben einem Freibad, das wir schliesslich besuchen, um uns abzukühlen. Wir beobachten das ruhige Treiben im Bad und bestaunen einen übergewichtigte Schwimmtrainerin, die einen Kurs gibt. Alt und Jung sausen mit einem Art Bob eine Rutsche runter. Auf dem Campingplatz können wir anschliessend noch unsere Wäsche waschen und lange bei Kerzenlicht draussen sitzen und den Sternenhimmel geniessen.

Di, 6.1.09
Am Morgen ist es schon brennend heiss. Wir machen uns den Weg Richtung Willandra NP. Nach dem Einkaufen führt unser Weg über Griffith (Wein- und Früchtegebiet), Goolgowi, Hillston, wo wir dann auf eine Gravel Road treffen, die nur bei trockener Witterung befahren werden kann. Egal, wo wir hinblicken, sehen wir rote Erde. Ab und zu wirbelt ein Willy Willy durch die Lüfte. Im klimatisierten Wagen ist es schön angenehm. Unter den einzelnen Bäumen entdecken wir Kühe, die ihr Wasser in künstlichen Wasserlöchern finden. Für ihre Nahrung müssen sie weite Strecken zurücklegen. Unglaublich. Als wir im Park ankommen, entdecken wir eine kleine Farm, die den Rangern dient. Irgendwie ist alles recht gespenstisch. Wir fahren zur Camp Area und sehen keine Menschenseele. Als wir aus dem Auto steigen, wissen wir wieso. Die Hitze ist unerträglich. Wir schätzen die Temperatur auf ca. 50 Grad. Es ist so heiss, dass wir kaum atmen können. Hier bleiben wir nicht. Wir fahren somit 80 km zurück nach Hillsten. Auch hier ist es noch heiss. Wir fahren schliesslich über Gollgowi West Wyalong in den Weddin Mt NP. Auf dem Weg dorthin geniessen wir das Bild, das sich durch tiefliegende Abendsonne auf den Bush ergibt. Der Campingplatz im Park ist eine Wucht, wir sind fast alleine. Beim Abendessen hat es schon etwas gedämmert, die Stimmung ist super und es ist immer noch sehr heiss. Nach einer langen Fahrt mit einem Rekord von 750 km legen wir uns hundemüde aufs Ohr.

Mi, 7.1.09
Am Morgen besprechen wir bei einem Ice Cafe unsere heutige Route mit dem Ziel Abercrombie NP. Über Grenfell, Cowra, Blayney fahren wir durch hügeliges Farmland bis wir in Bathurst (Bratwurst) eintreffen. Wir tanken und kaufen uns eine Gelati – weiter geht es südlich über die Oberon Richtung NP. Der Weg führt uns über Stock und Stein, bis wir irgendwo links abbiegen müssen. Nach wie vor sind es noch 26 km bis zum Platz. Plötzlich ziehen dunkle Wolken auf und bald darauf regnet es in Strömen. Wir fahren nach diesem Ausflug wieder zurück nach Bathwurst. Nach dem Mittagessen treffen wir dann auf dem Caravan Park ein. Es ist zwar laut, dafür sicher und gemütlich. Nach einer Dusche und einem kühlen Bier essen wir gemütlich.

Do, 8.1.09
Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Lithgow, wo wir uns im Touristeninfo mit Karten von den umliegenden Nationalparks eindecken wollen. Wir entschliessen uns, nach den Einkauf in den Kanangra-Boyd NP zu fahren. Wir fahren eine extrem kurvige Strasse, bis wir in Jenola Caves eintreffen. Hier halten sich viele Touristen auf, da diese Höhlen eine bekannte Attraktion sind. Wir kraxeln mit unserem Fahrzeug weiter den Berg hoch und fahren schliesslich über eine Gravel Road auf unseren Campingplatz „Boundri Creek“ ankommen. Es ist sehr neblig und etwas kühl, dafür hat es fast keine Menschen auf dem Platz. Nach einem gemütlichen Mittagessen sehen wir uns sämtliche Unterlagen über die Gegend an und beschliessen, zwei Tage den NP Kanangra zu erkunden. Wir entspannen noch etwas beim Lesen bis es dann zu nieseln beginnt und der Nebel immer dichter wird. Wir köcheln uns noch etwas und lassen den Abend gemütlich im Fahrzeug bei einem Glas Wein ausklingen.

Fr, 9.1.09
Ein wärmender Kaffee ist nicht schlecht bei dieser Kälte. Es ist ungefähr 10 Grad. Zum Aufwärmen machen wir eine kleine Wanderung zu den Kanangra Falls und Walls.
Am Anfang sehen wir kaum etwas von der Weite, da der Nebel immer noch relativ zäh ins Tal hängt. Deshalb klettern wir zuerst runter zu den Falls. Leider sind die nicht sehr imposant, da es schon lange nicht mehr geregnet hat. Als wir zurück auf dem Berg angekommen sind, hat sich der Nebel aufgelöst und wir können die wunderbare Sicht auf die Kanangra Walls erblicken. Nach einer Wanderung auf dem Plateau und Höhlen kehren wir zu unserem Auto zurück und essen etwas. Wir fahren nach Jenloan Caves, wo wir eine der 9 Höhlen besichtigen wollen. Unsere Favoritenhöhle ist leider ausgebucht. Also besichtigen wir die Lukashöhe. Die Tour ist interessant, auch für die Kids. Mit hungrigen Mägen, aber glücklich über die Besichtigung kehren wir zum Auto zurück. Wiederum kehren wir auf unseren gemütlichen Platz zurück, wo wir nach dem Abendessen ein gemütliches Feuer machen.

Sa, 10.1.09
Heute wollen wir uns auf den Weg machen für eine zweitägige Tour durch die Blue Mountains. Über Jenolan Caves, Oberon Lithgow geht es nun über den eher touristischen Great Western Highway. In Blachheath besichtigen wir den Evans Lookout. Vom Pulpit Rock und Perrys Lookout geniessen wir eine einmalige Aussicht auf die Blue Mountains. Eigentlich wollen wir bei Perrys Look übernachten, haben jedoch das Gefühl, dass wir noch einen gemütlicheren Platz finden würden. Da wir das Wetter nicht einschätzen können, machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Tree Sister und Echo Point. Als wir in die Nähe kommen, ist es bereits ziemlich bewölkt. Wir machen somit eine Planänderung, da wir die Sehenswürdigkeit unbedingt bei schönem Wetter besichtigen möchten. Kurz fahren wir noch zu den Wentworth Falls. Auch diese Falls wären ziemlich imposant, allerdings nicht während der Sommerzeit. Wir fahren nach Katoomba zurück, wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollen. Der Caravan-Park liegt unmittelbar bei der Skyway. Diese gilt für uns als Startpunkt für den kommenden Tag. Der CP ist komplett überfüllt und wir werden nach Blackheath zurückgeschickt. Wir machen uns Abendessen und machen einen Spaziergang ins Dorf. Zufälligerweise entdecken wir einen offenen Bottle Shop und kaufen uns einen feinen Rotwein. Es ist heute wieder etwas kalt, dennoch trinken wir den Wein draussen vor unserem Auto.

So, 11.1.09
Am Morgen früh bei wolkenlosem Himmel machen wir uns auf den Weg zum Echo Point um die Tree Sisters zu bewundern. Einmalig, um diese Zeit hat es kaum Touristen. Wir begeben uns auf einen kleinen Rundgang bis zu den Katoomba Falls (Skyway).





 
Immer wieder haben wir einen grandiosen Blick auf die Blue Mountains. Zurück beim Echo Point, wo wir inzwischen auf viele Touristen treffen, machen wir noch einen Abstecher ins Infocenter. Danach entschliessen wir uns, zurück nach Lithgow zu fahren und den Wollemi Nationalpark zu erkunden. Kurz, nachdem wir den Great Highway verlassen haben, sind auch die vielen Touristen weg. Auf einer ruppigen Strasse fahren wir bis Newnes, wor wir auf erhöhter Lage in der Camping Area einen tollen Platz finden. Eigentlich wollen wir etwas wandern gehen. Als wir jedoch aussteigen, erschlägt uns die Hitze fast. Sofort springen wir in unsere Badehosen und gehen im nahegelegenen Flüsschen baden. Auch die Temperatur ist nicht wirklich erfrischend, trotzdem tut es gut. Gemütlich geniessen wir den Nachmittag mit Lesen unserer Ferienlektüre. Am Abend ziehen ziemliche Wolken auf und es blitzt und donnert in der Ferne. Das Gewitter wird durch den Wind ziemlich weggefegt, trotzdem gibt es einen abkühlenden Regenguss. Uns ist das egal, wir spielen Yazzy unter unserem gemütlichen Vordach.

Mo, 12.1.09
Ausschlafen, Morgenessen, Lesen und Geniessen, so das Motto, bevor wir uns auf die kurze Reise nach Dunns Swamp machen. Auf der Fahrt dorthin können wir einen genialen Blick in den Canyon geniessen. Als wir in Dunns Swamp ankommen, stellt sich heraus, dass das Camp ziemlich belegt ist. Wir finden jedoch einen geeigneten Platz, wo wir unser Fahrzeug hinstellen können. Erneut gehen wir Baden und können es uns bei einem See gemütlich machen. Als wir zum Fahrzeug zurückkommen, stellen wir fest, dass eine grosse Clique Australier neben uns ihr Zeltlager aufgeschlagen hat. Vorbei mit der Ruhe. Vor dem Abendessen spazieren wir dafür zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Wir legen noch eine kurze Wegstrecke dazu um die Long Caves zu sehen und kehren anschliessend zum Aussichtspunkt zurück, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Zurück an unserem Platz angekommen, ist die Party neben  unserem Fahrzeug in vollem Gange. Da wir jedoch sowieso spät mit Kochen und Essen sind, sitzen wir nur kurze Zeit in der lärmigen Umgebung und gehen dann ins Bett. Sofort eingeschlafen, hören wir den Lärm nicht mehr.

Di, 13.1.09
Die Kids von nebenan sind bereits um 7.00 Uhr am Fussballspielen. Tolle Sache. Kurzerhand fahren wir ohne Morgenessen los. Unsere heutige Etappe führt uns um den Wollemi NP. Über Rylstone und Bylong durchs Obere Hunter Valley bis Denman, wo wir nach einer Umleitung auf eine falsche Strasse gelangen. Als wir wieder auf der Hauptstrasse ankommen, erinnern wir uns, dass wir hier bereits einmal waren. Nach dem zweiten Versuch erwischen wir dann die richtige Strasse. Richtung Singleton können wir neben den Weinbergen noch die imposanten Kohlenabbauwerke betrachten. Kurz vor Singleton verlassen wir wieder die Hauptstrasse, um wieder in die Hügel zu gelangen. Über eine kurvenreiche Passstrasse entlang dem Yengo NP erreichen wir Colo. Auf der Karte ist nicht ersichtlich, wo wir abbiegen müssen. Irgendwo rechts nach der Brücke. Als wir kurze Zeit über eine Gravel Road fahren, entdecken wir eine Abzweigung, die zu einem Campingplatz führt. Wir finden einen sehr tollen Platz. Eigentlich haben wir nicht diesen Platz gesucht. Wir suchen einen schattigen Platz und gehen sofort im Fluss baden. Den Abend geniessen wir trotz Mückeninvasion.

Mi, 14.1.09
Heute wollen wir uns auf die Suche nach dem eigentlichen Campingplatz begeben. Zuerst führt uns der Weg über Cole, dann nach Windsor, wo wir noch einkaufen. Hier herrscht eine ziemliche Hektik, es ist gerade viel Polizei unterwegs. Wir versuchen den Weg nach Wheeny Creek über Richmond zu finden. Als wir noch auf einer Anhöhe sind, können wir eine Rauchsäule sehen. Wir denken an ein Buschfeuer, überlegen aber auch, dass es eine Fabrik sein kann. Also fahren wir die Strasse an den Fluss hinunter. Wir haben den Wheeny Creek gefunden. Ein schöner Platz an einem Bach mit verschiedenen Stellplätzen. Wir finden ein schattiges und schönes Plätzli, wo wir uns niederlassen. Bereits eine Stunde später hören wir die Feuerwehr, wie sie mit mehren Fahrzeugen anrücken. Es ist gewaltig, welche Strassen die Feuerwehr befahren muss, wenn irgendwo ein Brand ist. Es ist also so. Unmittelbar in unserer Nähe brennt der Wald. Ein wenig nervös sind wir schon, weil wir nicht wissen, wie schnell sich der Buschbrand ausbreitet. Kurze Zeit später erblicken wir auch Löschhelikopter. Wir gehen kurz baden und machen unser Auto startklar. Als uns jedoch eine Rangerin mitteilt, dass wir an diesem Platz sicher seien, können wir den Abend geniessen. Als es eindunkelt, sind auch die Helikopter und die Feuerwehrfahrzeuge abgezogen. Leider sind wir die ganze Nacht etwas unruhig geblieben.

Do, 15.1.09
Heute relaxen wir ganz schlicht und einfach. Schliesslich ist es unser letzter Ferientag. Morgen ist Autoputz angesagt. Aufgrund der Hitze verlassen wir unser Auto ziemlich früh und machen es uns im Schatten der Bäume beim Lesen, Kreuzworträtsel lösen, etc. gemütlich. Sobald die Hitze unerträglich wird, stürzen wir uns in den Bach, der uns wieder für eine kurze Zeit abkühlt. Es ist wunderschön, nur Papageien und andere exotische Vögel sind zu hören. Nur noch Zirpen der Grillen kommen hinzu. Gegen Abend hören wir für kurze Zeit einen Helikopter über uns kreisen. Wir nehmen an, dass es nur ein Kontrollgang ist, hinsichtlich des gestrigen Buschbrandes. Wir hoffen es zumindest. Heute wären wir eindeutig in einer blöderen Situation. Da es den ganzen Tag stark windet, wäre mit einem Feuer nicht zu spassen.

Fr, 16.1.09
Heute waschen wir unser Fahrzeug in der nahegelegenen Stadt gründlich und fahren gemütlich nach Sydney zu TCC. Heute ist tatsächlich auch Bruno da, eben aus seinen Ferien in der Schweiz zurückgekehrt. Er erzählt uns von seinen Ferien und wir ihm von unseren. Nach der Fahrzeugübergabe fahren wir dann mit dem Taxi an den Flughafen. Unser Flug geht pünktlich. Schade, die Ferien sind vorbei. Sechs Wochen wunderschönes, einzigartiges und heisses Downunder!



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