Australien - Winter 2008/09
Sa, 6.12.08
/ So, 7.12.08
Samichlous,
Du guete Maa,
hüt wei mer die chauti Schwyz verlah...
Wir starten unsere Reise pünktlich von Zürich Richtung
Singapur, wo wir einige Stunden, mit schweren Augenlider kämpfend, auf unseren
nächsten Flug nach Sydney warten. Alles läuft perfekt und wir kommen in Sydney
pünktlich an. Die Reise war anstrengend, aber sehr komfortabel. Mit der
Singapur Airlines sind wir sehr zufrieden, sogar die vegetarischen Menüs sind
spitze. In Sydney haben wir riesiges Glück mit unserem portugiesischen
Taxifahrer, der uns tolle Tipps für unseren zweitägigen Aufenthalt gibt.
Aufgrund unserer Müdigkeit realisieren wir die Grösse der Stadt kaum. Im Hotel
Travellodge (inmitten der Grossstadt) angekommen, lassen wir uns erschöpft auf
unser Bett fallen.
Mo, 8.12.08
Sydney, wir sind da.
„Das Schönste an einer Grossstadt ist, ganz früh morgens am
Fenster eines Hochhauses zu stehen, um zu sehen, wie die Stadt erwacht. Sich
Gedanken zu machen, wohin die kleinen Menschen dort unten wohl zu so früher
Stunde gehen, was sie arbeiten, wie sie leben“. So erlebt Conny ihren ersten
Morgen in Sydney. Mit einem Kaffee im Bauch verlassen wir das Hotel und
geniessen die grüne Lunge, den Royal Botanic Garten und treffen dort auf die
ersten Tiere wie Kookaburras, Flying Foxes, Gelbhaubenkakadus. Anschliessend
besichtigen wir das Opera House und laufen durch das alte Quartier „The Rocks“
zur berühmten Harbour Bridge (Kleiderbügel, wie die Einheimischen den
grandiosen Bau nennen). Schliessen geraten wir in unser erstes Gewitter, lassen
uns jedoch nicht davon abhalten, unter strömenden Regen zur Darling Harbour zu
laufen. Im bekannten
Shopping Center Myers wird gerade der Weihnachtsverkauf
eröffnet. Wir lassen es uns nicht nehmen, durch das Center mit einem Cüpli zu
stolzieren und ab und zu ein Häppchen zu essen. Im Hotel zurück bemerken wir
die Zeitverschiebung. Nach einem kleinen Nickerchen und freuen uns auf ein
gemütliches, italienisches Essen in der Darling Harbour. Leider war das Essen
nicht so grossartig, der Wein jedoch umso mehr.
Mi, 10.12.08
Heute können wir unser 4WD Toyota Landcruiser in Empfang
nehmen. Nach gründlicher Einweisung durch den Besitzer der Vermietstation,
Bruno Frischknecht, TCC, fährt Tom gekonnt durch den Linksverkehr Richtung
Norden aus der Stadt hinaus. Es dämmert schon erheblich, als wir endlich den
Barrington Tops NP erreichen. Leider finden wir den Campground nicht und
verbringen die Nacht auf einer gemütlichen Day Use Area.
Do, 11.12.08
Happy Birthday, mein lieber Tom. Wer kennt den Film
„Gorillas im Nebel“ nicht? Die Szene an diesem Morgen ist genau so wie im Film.
Vogelgezwitscher, andere Vogelstimmen als bei uns, weckt uns. Fanatastisch.
Nach einem feinen Frühstück fahren wir los um an die Küste zu
kommen. Wir wollen heute unser Programm unserer Reise überprüfen. Das Wetter
ist alles andere als schön. Es ist kalt und nass, wenigstens für uns. Andere
gehen surfen oder laufen in Shorts oder T-Shirts herum. Wir rasten am Seals
Rock und machen es uns dort gemütlich. Hier besprechen wir die Route und
geniessen einen tollen Spaziergang am menschenleeren Strand. Anschliessend
kehren wir an unseren Platz zurück und
geniessen erneut unbekannte Vogelstimmen. Es ist toll hier, jedoch etwas kühl.
Fr, 12.12.08
Wir entscheiden uns heute, etwas zügiger Richtung Norden zu
fahren, weil wir sonst am Ende unserer Ferien nicht einmal in Brisbane
ankommen, wenn wir in dieser tollen Gegend alle NP’s abklappern. Wir fahren
über Taree, Port Marquarie, Kempsy, Grafton und wollen eigentlich in den Bald
Rock und Bonoo Bonoo NP. Je länger wir jedoch fahren, merken wir, dass dies
nicht reicht. Die Fahrt durch den Gibraltar NP wäre Self Registration wie
gewohnt. Im Washpool NP finden wir dann einen gemütlichen Platz zum
Übernachten. Eine Wucht, wenn es nicht so regnen würde. Bei den Lookouts sehen
wir nichts anderes als Nebel, dichten Nebel.
Sa, 13.12.08
Heute starten wir unsere Tour noch bei bewölktem Himmel. Je näher wir uns jedoch unserem Zwischenziel Bonoo Bonoo
und Bald Rock nähern, wird es
So, 14.12.08
Am Morgen stehen wir ziemlich früh auf und fahren weiter
nordwärts (Ipswich, Brisbane). Von einem bekannten Lookout sehen wir bei
glühender Mittagshitze die Glasshouse Mountains. Grandios und sicherlich ein
tolles Wandergebiet bei den entsprechenden Temperaturen. Weiter geht unsere
Reise über Gympie nach Rainbow Beach. Hier entschliessen wir uns, Fraser Island
zu besuchen. Rainbow Beach ist ein eigenwilliger Ausgangspunkt für die
Überfahrt. Auf der Insel angekommen, sozusagen am Strand beschliessen wir,
umgehend Luft aus den Pneus zu lassen. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen
ist, dass die Strassen im Landesinnern keine Sandpiste, sondern eine super
schlechte
Gravel Road ist. Und so pumpen wir unsere Pneus wieder auf. Wieder
zurück auf dem Strand, die Luft dann wieder raus. Über den Strand fahren wir
bis Eurong. Das Wasser ist bereits verdächtig nah, doch ein australisches Paar
beruhigt uns und teilt mit, dass Wasser nicht höher komme. Bereits hier hätten
wir den Ebbe- und Flutplan doch etwas besser studieren sollen. Bei Eurong
verlassen wir den Strand und fahren über eine holprige Sandstrasse zum
überfüllten Campingplatz Central Station, wo uns nervige Touristengruppen
(gebuchte Touren) mit ihrem Lärm und ihrer Musik gehörig auf den Sack gehen.
Eine erfrischende Dusche nach einem einfachen Abendessen und ab ins tropisch
warme Schlafzimmer.
Mo, 15.12.08
Heute ist Baden angesagt und zwar am Mackenzie Lake inmitten
der Insel. Nicht nur wir beide haben diese tolle Idee. Scheinbar jeder Tourist
der Insel hängt an diesem Morgen an diesem wunderschönen See ab. Wieder am
Beach zurück fahren wir nordwärts. Unterwegs besichtigen wir das Wrack der
gesunkenen S. S. Maheno und spazieren am Eli Creek mit vielen anderen Touristen durch die
Gegend. Auf unserem Campingplatz sind wir dann zu so frühen Stunde fast allein
und können die Stille, das kühle Bier und die spannende Lektüre richtig
geniessen. Doch bald ist es aus mit dieser friedlichen Ruhe. Nach und nach
füllt sich der Platz mit den nervigen Touristengruppen, welche im Grundprinzip
keinen Draht zur Natur haben und sounden, schreien und unter Alkoholeinfluss
gröhlen bis tief in die Nacht hinein.
Di, 16.12.08
Unseren Campingplatz verlassen wir genau zu der Zeit, zu der
man es eben nicht macht, nämlich zu Beginn der Flut und die ist an diesem Tag 2
m 30 höher als normal. Hier sei wieder gesagt, dass wir den Plan doch etwas
genauer hätten anschauen sollen. Jedoch können wir uns auf eine sichere Düne
retten und warten dort ganze 4 Stunden auf die Ebbe. Aber auch dies ist ein
Moment, den wir ja nicht mehr vergessen werden. Nur wir beide, unsere Bücher
und das Rauschen vom Meer, genügend Essen und Trinken. Wir
beschliessen auf der
Beachstrasse nach Süden zu fahren. Unterwegs fahren wir uns einen platten Pneu.
Aber Tom ist einfach toll. Im Nu hat er den Reifen gewechselt und wir können
die Insel vor Einsetzen der Flut verlassen. Wieder auf dem Festland verbringen
wir einen windigen Abend auf einem Gratis-Campingplatz mit Meersicht. Einfach
toll.
Mi, 17.12.08
In Rainbow Beach shoppen wir noch ein wenig. Dann fahren wir über
Marybourough, Childers und lassen uns in Bundaberg den kaputten Reifen
reparieren. Hier finden wir 2 Stunden Zeit, gemütlich unsere Einkäufe zu
tätigen. Anschliessend fahren wir über holprige Sand und Gravel Road in den
Deepwater NP. Gehofft haben wir natürlich, Schildkröten zu beobachten. Leider
haben wir kein Glück.
Do, 18.12.08
Über Miriam Vale und Bibela fahren wir 450 km nach Rollston,
Gerade nach dem Schwatz mit der älteren Besitzerin des Caravanparks zieht ein
heftiges Gewitter auf. Jedoch reicht die Zeit gerade, um gemütlich ein Bier zu
trinken und zu essen. Wir beobachten die heftigen Blitze, da gesellt sich Maury
zu uns. Kurz darauf tobt das Gewitter in Rolleston und wir sitzen mit einigen
Aussies in deren Arbeiterbaracken und trinken Bier und Rum Cola.
Fr, 19.12.08
Heute fahren wir über endlose Strassen nahe Carnveron NP
(wollten wir eigentlich besuchen, die Arbeiter haben jedoch gestern ein
bisschen davon abgeraten, da die Strasse nach einem solchen Gewitter ziemlich
schlecht zu befahren sei) südlich über Injune nach Roma. Von dort über Mitchell
Morven nach Charleville, einer kleinen Outbackstadt. Charleville besitzt sogar
einen tollen Caravanpark. Tom versucht vergebens, die Klimaanlage unseres Autos
auf Vordermann zu bringen. Am Abend geniessen wir dann noch den absolut klaren
und sternenbedeckten Himmel. Die Sterne sind so nah, dass man sie fast anfassen
kann. Es ist grossartig.
Sa, 20.12.08
Auch heute ist eine lange Fahrt zur das heisse Outback
Australiens angesagt. Wir fahren über Cunnamulla und Thargom und kommen nach
550 km zu unserer Übernachtungsstelle im Nirgendwo. Wir haben jedoch ein
eigenes Billabong und geniessen die letzten Sonnenstrahlen unter rauschenden Eukalyptusbäumen.
Die Stimmung ist fantastisch. Nur wir beide und sonst nichts. Klar, auf eine
erfrischende Dusche hätten wir uns sicher gefreut. Aber so what, it’s the real
life!
So, 21.12.08
Am Morgen früh machen wir uns auf den Weg Richtung
Innamincka. Nach ¾ Strecke kommt endlich die lang ersehnte Gravel Road. Diese
ist jedoch richtig ruppig. In Innamincka machen wir einen Stopp, tanken unser
Auto auf und treffen im Roadhouse auf zwei Österreicher. Es folgt eine
gemütliche Plauderstunde. Die beiden sind von unten über den Strezlecki Track
gefahren und empfehlen uns eine grossartige Übernachtungsmöglichkeit mit
eigenem Pool. Über Stock und Stein fahren wir den Strezlecki Track, vorbei an
vereinzelten Gasfeldern. Das Gas brennt richtiggehend in den Augen. Auf ca.
halber Strecke entdecken wir dann den Campingplatz (sogar ein Klo gibt es).
Toll, ausser uns, den Karnickel, den Fliegen und den Vögel, ist niemand hier.
Wir geniessen ein kühles Bad im Salzwasserseeli, trinken kaltes Bier und
bewundern den wunderschönen Outback-Sonnenuntergang.
Mo, 22.12.08
Die kräftige Sonne treibt uns regelrecht aus unserem heissen
Bett. Wir fahren los Richtung Lyndhurst. Unterwegs kommen uns viele Roadtrains
entgegen und passieren schliesslich den Dog Fence, einen Zaun mit 5412 km Länge,
welcher gebaut wurde, um die Dingos von den Weiden abzuhalten. In Leigh Creek kaufen wir uns
wieder mal etwas Proviant und nehmen eine Gravel Road Richtung Flinders Ranges
über Blinman. Auf einem Lookout geniessen wir die fantastische Aussicht über
die Gegend, ehemals Aboriginal-Gebiet (Bergmenschen). Im Wilpena Pound NP
übernachten wir auf einem Campground und beobachten die vielen Känguruhs, die
da so friedlich grasen. Ausserdem sehen wir viele Papageien.
Di, 23.12.08
Am Morgen besichtigen wir die Höhlenmalereien der bereits
erwähnten Aboriginies. Danach fahren wir über Hawker, Quorn, Wilmington in den
Remarkable NP, wo wir zu der Alligator Gorge hinabsteigen. Anschliessend müssen
wir leider um den ganzen NP herumfahren, eine direkte Zufahrtsstrasse zum
Campingplatz gibt es nicht. Schade, unser Reiseführer hat darauf verzichtet,
dies zu erwähnen. Am Abend geniessen wir dann wiederum einen tollen
Sonnenuntergang.
Mi, 24.12.08
In Port Prierie kaufen wir unsere Festtagsmahl ein. Über Crystal
Brook fahren wir dann ins Clare und kurz darauf ins Barossa Valley. Auf unserer
Fahrt Richtung Känguruh Island durchqueren wir gekonnt, mit Tom als
Stadtführer, die Stadt Adelaide. In Second Valley übernachten wir auf einem
Caravanpark. Die Besitzer machen uns darauf aufmerksam, dass die Fähren am
Weihnachtstag nicht fahren. Die Fähren sind scheinbar auch am 26.12. bereits
ziemlich ausgebucht. In aller Ruhe können wir unsere Kleider waschen und
tumblern zu später Stunde (was uns jedoch einen ziemlichen ZS einbringt). Wir
gehen richtig spät ins Bett und geniessen die Stimmung an diesem heiligen Abend.
Unsere Mitcamper (fast alle mit Kinder), die dann die Lichter ihrer
Weihnachtsbäume anzünden.
Do, 25.12.08
Wir beschliessen in Ruhe die Fleurieu Halbinsel zu
besichtigen. Anschliessend fahren wir durch Cooroong NP und übernachten in
Kingston auf einem Caravanplatz und geniessen am Strand den Sonnenuntergang.
Fr, 26.12.08
Über Naracoote, Edenhope, Horsham und fahren wir in den
Grampians NP nach Halls Gap. Über Gravel Road wollen wir schliesslich dem
Touristenrummel entfliehen. Eigentlich war geplant, auf einem Bushcampingplatz
zu übernachten. Dieser ist jedoch bereits ziemlich belegt und dies von einer
einzigen Familie so à la, hier ist keiner mehr willkommen. So fahren wir
schliesslich weiter auf den Jimmy Creek Campingplatz. Der Platz wurde 2006 von
einem Brand ziemlich zerstört und wurde erst vor kurzem wieder aufgeforstet.
Sa, 27.12.08
So, 28.12.08
Unser Auto springt nicht an. Die Batterie ist defekt. Tom
überbrückt mit einem Schraubenzieher und wir besichtigen in Ruhe die schönen
Felsmalereien der Aboriginies. Nach erneuten Startschwierigkeiten fahren wir am
selben Tag in den Mount Eccles NP. Wir befinden uns nun in einer Vulkangegend.
Nach einem kurzen Regenguss machen wir eine schöne Wanderung auf den Kraterring
des Vulkans. Kaum auf unserem Platz zurück, entdecken wir im Wipfel eines nahen
Baumes unseren ersten Koalabären. Den ganzen Abend verbringen wir damit, das
Tier bei seinen Taten, bzw. beim Schlafen zu beobachten. Spät nachts besuchen
uns dann erneut drei Fuchskusus.
Mo, 29.12.08
Nach einer wohltuenden Dusche (es ist eher kalt) wollen wir
uns auf den Weg Richtung Warrnambool machen. Jedoch springt unsere Karre erneut
nicht an. Alles Umhängen der Batterien und Überbrücken hilft nichts. Conny
versucht nettes Aussies mit Jump Leads zu organisieren. Auf dem Platz kann
leider keiner helfen. Jedoch empfehlen sie uns, den Ranger zu kontaktieren, der
dann auch bald darauf mit seinem Toyota Landcruiser und allerhand Werkzeug
anrückt. In der Zwischenzeit ist ein weiterer junger Aussie aufgetaucht.
Gemeinsam versuchen wir, unser Fahrzeug wieder flott zu kriegen. Da hilft nur
noch Abschleppen und ein Jump Start und so läuft unser Känguruh wieder. Ohne
Pausen fahren wir nach Warrnambool zu einem Toyota Händler, der uns dann das
Fahrzeug nach 3 Stunden repariert zurück gibt. Die Reparatur soll teuer werden.
Nicht nur die Batterie wird ersetzt, sondern auch der defekte Keilriemen.
Endlich können wir den Hafen von Warranmbool besichtigen.
Hier hat Willy, Connys Vater, vor 40 Jahren den Silvesterabend verbracht. Wir ziehen los, um vor dem grossen, angekündigten Regen die Great Ocean Road zu befahren. An jedem Lookout lohnt sich der Stopp mit tausenden von anderen Touristen. In Princetown übernachten wir schliesslich im NP. Wir befinden uns auf einem überfüllten Caravanpark, finden jedoch eine äusserst ruhige Ecke. Zum ersten Mal in diesen Ferien essen wir im Auto, da es stürmt und regnet.
Hier hat Willy, Connys Vater, vor 40 Jahren den Silvesterabend verbracht. Wir ziehen los, um vor dem grossen, angekündigten Regen die Great Ocean Road zu befahren. An jedem Lookout lohnt sich der Stopp mit tausenden von anderen Touristen. In Princetown übernachten wir schliesslich im NP. Wir befinden uns auf einem überfüllten Caravanpark, finden jedoch eine äusserst ruhige Ecke. Zum ersten Mal in diesen Ferien essen wir im Auto, da es stürmt und regnet.
Di, 30.12.08
Zuerst fahren wir ans Cap Otway (Connys Eltern waren erst
vor kurzem hier und haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir dort
sicherlich viele Koalas sehen werden). Genau so ist es. Sie haben nicht zuviel
versprochen. Wir entdecken überall in den Bäumen viele, viele Koalas.
Grossartig. Im Great Otway NP machen wir einen kurzen Trail in eines der
letzten
Mi, 31.12.08
Heute ist Shopping in Melbourne angesagt. Zielstrebig fahren
wir direkt ins Stadtzentrum, wo wir uns einige Souvenirs kaufen. In Healesville
kaufen wir schliesslich ein, sogar einen Champagner liegt in unserem Kühlschrank
bereit. Eigentlich ist vorgesehen, dass wir die heutige Nacht im Cathedral
Range State Park verbringen, doch als wir all die vielen Menschen, alles
Einheimische sehen, reizt es uns nicht, den Silvester dort zu verbringen. Auf
dem Campingplatz kurz vor Narbethong finden wir dann einen etwas ruhigeren
Platz. Den Übergang ins neue Jahr (nach Australienzeit) erleben wir jedoch nur
schlafend, der Champagner bleibt ungeöffnet.
Do, 1.1.09
Willkommen im neuen Jahr. Um 10.00 Uhr Ortszeit ist es doch
dann etwas zu früh, die Korken knallen zu lassen. So fahren wir los mit dem
heutigen Endziel, der Mt. Buffalo Nationalpark. Über Alexandra Mansfield fahren
dann über eine nicht sehr tourischtische Route zum Powers Lookout, wo wir
gemütlich Mittag essen und einen tollen Blick auf die höchsten Berge in
Viktoria geniessen können. Über eine Abkürzung (Gravel Road) fahren wir nach
Myrtleford. Dies ist eine tolle Idee, da die Gegend wirklich ganz toll ist. In
Porepunkah müssen wir leider feststellen, dass der Campingplatz im Mount
Buffalo NP voll ist. Wir beschliessen, weiter in den Alpine NP zu fahren, um
dort ein gemütliches Plätzchen zu finden. Über Bright, Mt Beauty dann eine
kurvenreiche Strasse bis zum Skiort Falls Creek. Wir entdecken ausserhalb des
Dorfes eine Tafel, auf der zwei Campingplätze beschrieben sind. Der erste Platz
ist leider komplett besetzt, doch beim zweiten Platz (Mt. Cope) finden wir
einen schönen und ebenen Platz mit Abendsonne, leider ohne Feuerstelle. Es ist
ziemlich kalt hier. Nach dem Abendessen sitzen wir mit einer Decke und einer
wärmenden Kerze in unserem Auto und sehen, wie die Sonne hinter den Wolken
untergeht. Die erste Nacht in Australien, in der wir wirklich kalt haben.
Fr, 2.1.09
Guten Morgen in der A…kälte. Obwohl die Sonne scheint ist es
wirklich sehr, sehr kalt. Die Grasbüschel sind mit Reif belegt und die
Autoscheiben und unser Abwasser sind gefroren. Kurz trinken wir einen heissen
Kaffee und wollen losfahren. Nix da. Der Diesel unseres Fahrzeuges ist so kalt,
dass wir erst nach ungefähr 20 Minuten los können. Alle Leute auf dem
Campingplatz sind aufgrund unserer Startversuche nun wach geworden. Endlich
können wir los, dies jedoch nur für ganze 200 m. Der Motor brummt zwar beim Gas
geben, doch es passiert nichts. Wir bummeln langsam mit 20 km/h weiter, bis
sich unser Motor langsam erwärmt hat, doch dann haben wir das nächste Problem,
nämlich Wasser im Dieselfilter. Eine Warnlampe zeigt uns das Problem an, leider
gehört dazu ein aggressives Pfeifen. Eine Stunde später in Omec können wir mit
Kopfschmerzen bei einem Mechaniker fragen, was das Problem ist. Er sagt, dass
sich das Problem von selber beheben wird, wenn das Auto wieder schön warm hat.
Das Pfeifen kommt und geht, die Lampe geht an und aus. Bei einer Rest Area
zerlegt Tom kurzerhand das Cockpit, um den Stecker rauszuziehen. Endlich wieder
Ruhe. Über Orbost fahren wir dann in den abgelegenen und wenig besuchten
Croajinggolong NP. Der Campingplatz ist übervoll und viele Einheimische sind
vor Ort. Es ist lärmig und touristisch. Wir entscheiden uns für eine erneute
Outback-Tour in NSW. Nach einem dennoch gemütlichen Abend hören wir in der
Nacht einen Dingo heulen.
Sa, 3.1.09
Wir machen uns auf den Weg zurück nach Cann River, danach
fahren wir nordwärts über Bombala und Cooma Richtung Canberra, wo wir
eigentlich beim Catter Dam übernachten wollen. Als wir den Campingplatz sehen,
müssen wir nicht lange überlegen. Der Platz direkt an der Strasse lädt nicht
zum gemütlichen Verweilen an. Wir fahren etwas weiter hoch, um auf einen
anderen Campingplatz zu gelangen. Die Einfahrt ist nicht zu finden. Wir
entscheiden uns, etwas weiter zu fahren, um vielleicht im Tal einen geeigneten
Platz zu finden. Die Gravelroad ist sehr schwierig zu fahren. Wir kommen nur
langsam vorwärts. Die Aussicht ist jedoch fantastisch. In Tumut finden wir
einen tollen Carvanpark, so dass wir den Abend bei sommerlichen Temperaturen
draussen geniessen können.
So, 4.1.09
Am heutigen Tag wollen wir eine kurze Strecke zurück legen,
um uns im Burrinjuck Dam (Stausee) etwas abzukühlen. Auf dem Weg dorthin fahren
wir die Touristenroute 7 von Tumut über Wee Jasper durchs Yastal.
Landschaftlich ein absoluter Volltreffer. Die Strasse ist miserabel. Am Stausee
angekommen sehen wir viele Aussis, die mit ihrem Booten wie irr auf dem See
herumfahren (Wasserski Jet-Ski). Wir geniessen ein Bad im See und können im
Schatten von schönen und grössen Bäumen ausspannen und lesen. Am späteren
Nachmittag besuchen uns noch Camping-Kängurus. Leider müssen wir uns etwas
ärgern, weil viele Campingbesucher ihren Abfall einfach hinstellen und die
Tiere dann den Abfall durchwühlen. Den Abend können wir draussen an der Wärme
geniessen.
Mo, 5.1.09
Heute wollen wir unser Problem mit dem Auto in Waga-Waga
beheben. Nach wie vor haben wir Wasser im Dieselfilter. Bei einem
Toyotavertreter machen wir halt, leider kurz vor dem Mittag. Der zuständige
Mechaniker ist gerade beim Lunch. Nach einer Viertelstunde ist er zurück und
schaut sich unser Problem kurzerhand an. Er dreht an einer Schraube.
Urplötzlich fliesst das Wasser auf den Boden. Der Motor kann ohne Probleme
gestartet werden. Wir fahren anschliessend Richtung Narrandera. Leider müssen
wir noch alle unsere Früchte aufessen, da wir nämlich die Früchte- und
Gemüsegrenze überschreiten. Leider mussten wir tatsächlich eine Banane und
einige Tomaten in den Abfalleimer schmeissen, welche eine Schande. Kontrolliert
hat uns schliesslich niemand, die Strafen seien jedoch sehr hoch. Norrandera
ist eine kleine Stadt im Busch. Eigentlich gibt es alles was man braucht. Wir
beschliessen, auf dem Caravan Park im Dorf unser Nachtlager aufzuschlagen. Es
ist ca. 40 Grad am Schatten. Zu unserem Glück ist der Campingplatz direkt neben
einem Freibad, das wir schliesslich besuchen, um uns abzukühlen. Wir beobachten
das ruhige Treiben im Bad und bestaunen einen übergewichtigte Schwimmtrainerin,
die einen Kurs gibt. Alt und Jung sausen mit einem Art Bob eine Rutsche runter.
Auf dem Campingplatz können wir anschliessend noch unsere Wäsche waschen und
lange bei Kerzenlicht draussen sitzen und den Sternenhimmel geniessen.
Di, 6.1.09
Am Morgen ist es schon brennend heiss. Wir machen uns den
Weg Richtung Willandra NP. Nach dem Einkaufen führt unser Weg über Griffith
(Wein- und Früchtegebiet), Goolgowi, Hillston, wo wir dann auf eine Gravel Road
treffen, die nur bei trockener Witterung befahren werden kann. Egal, wo wir
hinblicken, sehen wir rote Erde. Ab und zu wirbelt ein Willy Willy durch die
Lüfte. Im klimatisierten Wagen ist es schön angenehm. Unter den einzelnen
Bäumen entdecken wir Kühe, die ihr Wasser in künstlichen Wasserlöchern finden.
Für ihre Nahrung müssen sie weite Strecken zurücklegen. Unglaublich. Als wir im
Park ankommen, entdecken wir eine kleine Farm, die den Rangern dient. Irgendwie
ist alles recht gespenstisch. Wir fahren zur Camp Area und sehen keine
Menschenseele. Als wir aus dem Auto steigen, wissen wir wieso. Die Hitze ist
unerträglich. Wir schätzen die Temperatur auf ca. 50 Grad. Es ist so heiss,
dass wir kaum atmen können. Hier bleiben wir nicht. Wir fahren somit 80 km
zurück nach Hillsten. Auch hier ist es noch heiss. Wir fahren schliesslich über
Gollgowi West Wyalong in den Weddin Mt NP. Auf dem Weg dorthin geniessen wir
das Bild, das sich durch tiefliegende Abendsonne auf den Bush ergibt. Der
Campingplatz im Park ist eine Wucht, wir sind fast alleine. Beim Abendessen hat
es schon etwas gedämmert, die Stimmung ist super und es ist immer noch sehr
heiss. Nach einer langen Fahrt mit einem Rekord von 750 km legen wir uns
hundemüde aufs Ohr.
Mi, 7.1.09
Am Morgen besprechen wir bei einem Ice Cafe unsere heutige
Route mit dem Ziel Abercrombie NP. Über Grenfell, Cowra, Blayney fahren wir
durch hügeliges Farmland bis wir in Bathurst (Bratwurst) eintreffen. Wir tanken
und kaufen uns eine Gelati – weiter geht es südlich über die Oberon Richtung
NP. Der Weg führt uns über Stock und Stein, bis wir irgendwo links abbiegen
müssen. Nach wie vor sind es noch 26 km bis zum Platz. Plötzlich ziehen dunkle
Wolken auf und bald darauf regnet es in Strömen. Wir fahren nach diesem Ausflug
wieder zurück nach Bathwurst. Nach dem Mittagessen treffen wir dann auf dem
Caravan Park ein. Es ist zwar laut, dafür sicher und gemütlich. Nach einer
Dusche und einem kühlen Bier essen wir gemütlich.
Do, 8.1.09
Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Lithgow, wo wir
uns im Touristeninfo mit Karten von den umliegenden Nationalparks eindecken
wollen. Wir entschliessen uns, nach den Einkauf in den Kanangra-Boyd NP zu
fahren. Wir fahren eine extrem kurvige Strasse, bis wir in Jenola Caves
eintreffen. Hier halten sich viele Touristen auf, da diese Höhlen eine bekannte
Attraktion sind. Wir kraxeln mit unserem Fahrzeug weiter den Berg hoch und
fahren schliesslich über eine Gravel Road auf unseren Campingplatz „Boundri
Creek“ ankommen. Es ist sehr neblig und etwas kühl, dafür hat es fast keine
Menschen auf dem Platz. Nach einem gemütlichen Mittagessen sehen wir uns
sämtliche Unterlagen über die Gegend an und beschliessen, zwei Tage den NP Kanangra
zu erkunden. Wir entspannen noch etwas beim Lesen bis es dann zu nieseln
beginnt und der Nebel immer dichter wird. Wir köcheln uns noch etwas und lassen
den Abend gemütlich im Fahrzeug bei einem Glas Wein ausklingen.
Fr, 9.1.09
Ein wärmender Kaffee ist nicht schlecht bei dieser Kälte. Es
ist ungefähr 10 Grad. Zum Aufwärmen machen wir eine kleine Wanderung zu den
Kanangra Falls und Walls.
Am Anfang sehen wir kaum etwas von der Weite, da der Nebel
immer noch relativ zäh ins Tal hängt. Deshalb klettern wir zuerst runter zu den
Falls. Leider sind die nicht sehr imposant, da es schon lange nicht mehr
geregnet hat. Als wir zurück auf dem Berg angekommen sind, hat sich der Nebel
aufgelöst und wir können die wunderbare Sicht auf die Kanangra Walls erblicken.
Nach einer Wanderung auf dem Plateau und Höhlen kehren wir zu unserem Auto
zurück und essen etwas. Wir fahren nach Jenloan Caves, wo wir eine der 9 Höhlen
besichtigen wollen. Unsere Favoritenhöhle ist leider ausgebucht. Also
besichtigen wir die Lukashöhe. Die Tour ist interessant, auch für die Kids. Mit
hungrigen Mägen, aber glücklich über die Besichtigung kehren wir zum Auto
zurück. Wiederum kehren wir auf unseren gemütlichen Platz zurück, wo wir nach
dem Abendessen ein gemütliches Feuer machen.
Sa, 10.1.09
Heute wollen wir uns auf den Weg machen für eine zweitägige
Tour durch die Blue Mountains. Über Jenolan Caves, Oberon Lithgow geht es nun
über den eher touristischen Great Western Highway. In Blachheath besichtigen
wir den Evans Lookout. Vom Pulpit Rock und Perrys Lookout geniessen wir eine
einmalige Aussicht auf die Blue Mountains. Eigentlich wollen wir bei Perrys
Look übernachten, haben jedoch das Gefühl, dass wir noch einen gemütlicheren
Platz finden würden. Da wir das Wetter nicht einschätzen können, machen wir uns
weiter auf den Weg Richtung Tree Sister und Echo Point. Als wir in die Nähe
kommen, ist es bereits ziemlich bewölkt. Wir machen somit eine Planänderung, da
wir die Sehenswürdigkeit unbedingt bei schönem Wetter besichtigen möchten. Kurz
fahren wir noch zu den Wentworth Falls. Auch diese Falls wären ziemlich imposant,
allerdings nicht während der Sommerzeit. Wir fahren nach Katoomba zurück, wo
wir unser Nachtlager aufschlagen wollen. Der Caravan-Park liegt unmittelbar bei
der Skyway. Diese gilt für uns als Startpunkt für den kommenden Tag. Der CP ist
komplett überfüllt und wir werden nach Blackheath zurückgeschickt. Wir machen
uns Abendessen und machen einen Spaziergang ins Dorf. Zufälligerweise entdecken
wir einen offenen Bottle Shop und kaufen uns einen feinen Rotwein. Es ist heute
wieder etwas kalt, dennoch trinken wir den Wein draussen vor unserem Auto.
So, 11.1.09
Am Morgen früh bei wolkenlosem Himmel machen wir uns auf den
Weg zum Echo Point um die Tree Sisters zu bewundern. Einmalig, um diese Zeit
hat es kaum Touristen. Wir begeben uns auf einen kleinen Rundgang bis zu den
Katoomba Falls (Skyway).
Immer wieder haben wir einen grandiosen Blick auf die
Blue Mountains. Zurück beim Echo Point, wo wir inzwischen auf viele Touristen
treffen, machen wir noch einen Abstecher ins Infocenter. Danach entschliessen
wir uns, zurück nach Lithgow zu fahren und den Wollemi Nationalpark zu
erkunden. Kurz, nachdem wir den Great Highway verlassen haben, sind auch die
vielen Touristen weg. Auf einer ruppigen Strasse fahren wir bis Newnes, wor wir
auf erhöhter Lage in der Camping Area einen tollen Platz finden. Eigentlich
wollen wir etwas wandern gehen. Als wir jedoch aussteigen, erschlägt uns die
Hitze fast. Sofort springen wir in unsere Badehosen und gehen im nahegelegenen
Flüsschen baden. Auch die Temperatur ist nicht wirklich erfrischend, trotzdem
tut es gut. Gemütlich geniessen wir den Nachmittag mit Lesen unserer
Ferienlektüre. Am Abend ziehen ziemliche Wolken auf und es blitzt und donnert
in der Ferne. Das Gewitter wird durch den Wind ziemlich weggefegt, trotzdem
gibt es einen abkühlenden Regenguss. Uns ist das egal, wir spielen Yazzy unter
unserem gemütlichen Vordach.
Mo, 12.1.09
Ausschlafen, Morgenessen, Lesen und Geniessen, so das Motto,
bevor wir uns auf die kurze Reise nach Dunns Swamp machen. Auf der Fahrt
dorthin können wir einen genialen Blick in den Canyon geniessen. Als wir in
Dunns Swamp ankommen, stellt sich heraus, dass das Camp ziemlich belegt ist.
Wir finden jedoch einen geeigneten Platz, wo wir unser Fahrzeug hinstellen
können. Erneut gehen wir Baden und können es uns bei einem See gemütlich
machen. Als wir zum Fahrzeug zurückkommen, stellen wir fest, dass eine grosse
Clique Australier neben uns ihr Zeltlager aufgeschlagen hat. Vorbei mit der
Ruhe. Vor dem Abendessen spazieren wir dafür zu einem wunderschönen Aussichtspunkt.
Wir legen noch eine kurze Wegstrecke dazu um die Long Caves zu sehen und kehren
anschliessend zum Aussichtspunkt zurück, um den Sonnenuntergang zu geniessen.
Zurück an unserem Platz angekommen, ist die Party neben unserem Fahrzeug in vollem Gange. Da wir
jedoch sowieso spät mit Kochen und Essen sind, sitzen wir nur kurze Zeit in der
lärmigen Umgebung und gehen dann ins Bett. Sofort eingeschlafen, hören wir den
Lärm nicht mehr.
Di, 13.1.09
Die Kids von nebenan sind bereits um 7.00 Uhr am Fussballspielen.
Tolle Sache. Kurzerhand fahren wir ohne Morgenessen los. Unsere heutige Etappe
führt uns um den Wollemi NP. Über Rylstone und Bylong durchs Obere Hunter
Valley bis Denman, wo wir nach einer Umleitung auf eine falsche Strasse
gelangen. Als wir wieder auf der Hauptstrasse ankommen, erinnern wir uns, dass
wir hier bereits einmal waren. Nach dem zweiten Versuch erwischen wir dann die
richtige Strasse. Richtung Singleton können wir neben den Weinbergen noch die
imposanten Kohlenabbauwerke betrachten. Kurz vor Singleton verlassen wir wieder
die Hauptstrasse, um wieder in die Hügel zu gelangen. Über eine kurvenreiche
Passstrasse entlang dem Yengo NP erreichen wir Colo. Auf der Karte ist nicht
ersichtlich, wo wir abbiegen müssen. Irgendwo rechts nach der Brücke. Als wir
kurze Zeit über eine Gravel Road fahren, entdecken wir eine Abzweigung, die zu
einem Campingplatz führt. Wir finden einen sehr tollen Platz. Eigentlich haben
wir nicht diesen Platz gesucht. Wir suchen einen schattigen Platz und gehen sofort
im Fluss baden. Den Abend geniessen wir trotz Mückeninvasion.
Mi, 14.1.09
Heute wollen wir uns auf die Suche nach dem eigentlichen
Campingplatz begeben. Zuerst führt uns der Weg über Cole, dann nach Windsor, wo
wir noch einkaufen. Hier herrscht eine ziemliche Hektik, es ist gerade viel
Polizei unterwegs. Wir versuchen den Weg nach Wheeny Creek über Richmond zu
finden. Als wir noch auf einer Anhöhe sind, können wir eine Rauchsäule sehen.
Wir denken an ein Buschfeuer, überlegen aber auch, dass es eine Fabrik sein
kann. Also fahren wir die Strasse an den Fluss hinunter. Wir haben den Wheeny
Creek gefunden. Ein schöner Platz an einem Bach mit verschiedenen Stellplätzen.
Wir finden ein schattiges und schönes Plätzli, wo wir uns niederlassen. Bereits
eine Stunde später hören wir die Feuerwehr, wie sie mit mehren Fahrzeugen
anrücken. Es ist gewaltig, welche Strassen die Feuerwehr befahren muss, wenn
irgendwo ein Brand ist. Es ist also so. Unmittelbar in unserer Nähe brennt der
Wald. Ein wenig nervös sind wir schon, weil wir nicht wissen, wie schnell sich
der Buschbrand ausbreitet. Kurze Zeit später erblicken wir auch
Löschhelikopter. Wir gehen kurz baden und machen unser Auto startklar. Als uns
jedoch eine Rangerin mitteilt, dass wir an diesem Platz sicher seien, können
wir den Abend geniessen. Als es eindunkelt, sind auch die Helikopter und die
Feuerwehrfahrzeuge abgezogen. Leider sind wir die ganze Nacht etwas unruhig
geblieben.
Do, 15.1.09
Heute relaxen wir ganz schlicht und einfach. Schliesslich
ist es unser letzter Ferientag. Morgen ist Autoputz angesagt. Aufgrund der
Hitze verlassen wir unser Auto ziemlich früh und machen es uns im Schatten der
Bäume beim Lesen, Kreuzworträtsel lösen, etc. gemütlich. Sobald die Hitze
unerträglich wird, stürzen wir uns in den Bach, der uns wieder für eine kurze
Zeit abkühlt. Es ist wunderschön, nur Papageien und andere exotische Vögel sind
zu hören. Nur noch Zirpen der Grillen kommen hinzu. Gegen Abend hören wir für
kurze Zeit einen Helikopter über uns kreisen. Wir nehmen an, dass es nur ein
Kontrollgang ist, hinsichtlich des gestrigen Buschbrandes. Wir hoffen es
zumindest. Heute wären wir eindeutig in einer blöderen Situation. Da es den
ganzen Tag stark windet, wäre mit einem Feuer nicht zu spassen.
Fr, 16.1.09
Heute waschen wir unser Fahrzeug in der nahegelegenen Stadt
gründlich und fahren gemütlich nach Sydney zu TCC. Heute ist tatsächlich auch
Bruno da, eben aus seinen Ferien in der Schweiz zurückgekehrt. Er erzählt uns
von seinen Ferien und wir ihm von unseren. Nach der Fahrzeugübergabe fahren wir
dann mit dem Taxi an den Flughafen. Unser Flug geht pünktlich. Schade, die
Ferien sind vorbei. Sechs Wochen wunderschönes, einzigartiges und heisses
Downunder!
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