Patagonien 2002 - eine Reise durch das Land von Gletschern, Guanakos, Pinguinen und versteinertem Wald

Tag 1 und 2 von 35

Anreise:
Flug von Zürich-Kloten nach Frankfurt
Flug von Frankfurt nach Sao Paulo
Flug von Sao Paulo nach Buenos Aires
Flug von Buenos Aires nach Neuquén

Abendessen in Neuquén in Restaurant. Die Anreise von unserer deutschen Mitreisenden, Heide, hat nicht geklappt. Eigentlich wäre geplant gewesen, dass


wir sie in Buenos Aires treffen und dann alle gemeinsam nach Neuquén fliegen. Wir übernachten nach unserem Flug nach Neuquén im Hotel Amucán.

Tag 3/35
Zuerst machen wir einen Stadtrundgang in Neuquén und geniessen dann ein kaltes Bier. Später treffen wir im Hotel auf Heide. Das Abendessen nimmt die gesamte Gruppe in einem Restaurant in Neuquén ein. Wir übernachten noch einmal im Hotel Amucán.

Tag 4/35
Fahrt von Neuquén nach San Antonio Oeste (Touristenort) / Essen in einem Restaurant, spezialisiert auf Fischgerichte. Anschließend besuchen wir den Markt mit Live-Musik. Übernachtung im Bungalow ohne Warmwasser.


Tag 5/35
Fahrt von San Antonio auf die Halbinsel Valdés. Rundfahrt auf der Halbinsel. Wir sehen viele Seelöwen und Seeelefanten. Auf dem belebten, aber sehr gemütlichen Campo in Puerto Pyrámides übernachten wir schliesslich.

Tag 6/35
Am Vormittag gehen wir auf eine Bootsfahrt in Puerto Pyrámides. Wir sehen erneut viele Seelöwen, leider keine Wale und Delphine. In Puerto Madryn kaufen wir ein und fahren schliesslich über Trelew durchs Chubut-Tal bis Los Altares. In Los Altares kauft Conny von einem kleinen Kind eine Kette mit einem Pfeil-Anhänger. Wir übernachten in einem Motel.

Tag 7/35
Heute stehen wir um 04.00 Uhr auf. Im Chubut-Tal schauen wir uns den

Sonnenaufgang an und fahren dann durch die Steppe zu den versteinerten Wäldern in der Region Chubut. Dort sammeln wir kleine Stückchen. Anschließend fahren wir über Paso de Indios an den Fluss Chubut. Dort übernachten wir im Zelt und entdecken zur allgemeinen Beunruhigung Pumaspuren und zerfetzte Nandus. Dank Rotwein scheint das anwesende Pumaweibchen gar nicht mal mehr so gefährlich.

Tag 8/35
Wir fahren über Tecka und Esquel nach El Bolsón und besuchen dort den Markt. El Bolsón ist ein Aussteigerort, sehr quirlig und farbig. Übernachtung in Lago Puelo auf dem Campingplatz.

Tag 9/35
Einkauf in El Bolsón und dann Fahrt nach Bariloche. Wir besuchen dort Carmen und Lino, Schweizer, die in Bariloche am Lago Nauhuel Huapi, leben.
Wir essen (also Conny nicht) Asado und übernachten in einem gemütlichen Zimmer.

Tag 10/35
Wir fahren an den Lago Steffen und überqueren dort mit dem Outside (Boot) den See. Leider haben wir das Ganze nicht so im Griff, schliesslich fällt noch Heidi (unsere Österreicherin) aus ihrem Boot. Es ist herrlich lustig und da es sehr warm ist, auch nicht weiter tragisch.
Am Abend kommen uns Lino, Carmen und die Katze besuchen. Wir grillieren und übernachten am See (kein Campo).

Tag 11/35
Am frühen Morgen machen wir eine Bootsfahrt mit Lino. Zuerst fahren wir auf dem Lago Steffen und dann schliesslich an den Lago Martin. Am Ende des Sees üben sich alle mit dem Fischen. Tom fängt nichts. Gott sei Dank. Er fischt auch nicht so gerne. Für diese Tätigkeit ist der zu nervös. Wir übernachten noch einmal am Lago Steffen.

Tag 12/35
Fahrt vom Lago Steffen über El Bolsón, Cholila durch den Parque Los Alerses. Im Los Alerses spazieren wir auf einem Naturlehrpfad und lernen die speziellen Pflanzen von Argentinien kennen. Anschliessend fahren wir nach Trevelín und übernachten dort auf einem super Campingplatz mit sehr netten Leuten. Zum
Amancay

ersten Mal sieht es nach Regen aus. War aber Fehlalarm. Wir stellen aber trotzdem unser Zusatzzelt auf.
 

Tag 13/35
Wir besuchen heute die Wassermühle in Trevelín. Interessante Führung. Danach fahren wir an einen der schönsten Seen der Erde, Lago Vintter, wo wir unsere Zelte am Seeufer aufstellen. Hier ist der Sternenhimmel besonders schön.





Tag 14/35
Wir fahren vom Lago Vintter über Rio Pico, wo wir unseren geplatzten Reifen reparieren, nach Rio Senguer an den Fluss Senguer. Dort übernachten wir am Fluss (500 m entfernt) in der Wildnis. Bea und Rolf üben sich mal wieder im Fischen und haben Erfolg. Wir schlafen lieber im Zelt als auf dem Gauchobett.


Tag 15/35
Am Morgen geht’s weiter an den Lago Fontana und dann zurück über Ricardo Rojas nach Los Antigos (früher haben sich die alten Indianer dorthin zurückgezogen, um ihren Lebensabend zu verbringen). Wir übernachten auf einem komplett überfüllten Campo. Seit heute sind wir nicht mehr in der Provinz Chubut, sondern in der Provincia Santa Cruz.
In dieser Gegend fahren wir über sehr viele Guardaganados (Viehwache).

Tag 16/35
Heute fahren wir von Los Antigos über den Zeballo Pass (Chograne Berg) und übernachten auf einer verlassenen Estancia. Ein anwesender Argentinier erzählt, dass dies früher ein Hotel war. 

Tag 17/35
Bei unserer Fahrt durch die Steppe von Patagonien kommen wir an einer längst verlassenen Wüstenbeiz vorbei. Heute übernachten wir auf der Estancia La Angostura (Agrotourismo). Wir treffen auf ein kleines, zahmes Guanaco. 

Tag 18/35
Heute fahren wir nach Gregores über Rio Chico (Fluss) auf die Estancia La María. Dort besichtigen wir 3 Stunden lang die Höhlenmalereien, aus verschiedenen Epochen.
Man nimmt an, dass die Malereien von den Tehuelche Indianer stammen. Wir übernachten auf der Estancia La María in einem gemütlichen Zimmer.
 
Tag 19/35
Wir reisen weiter über San Julián, wo mir zu Mittag essen und fahren dann quer durchs Land auf die Isla Pavon (Nähe Puerto Santa Cruz) à Piedrabuena. Wir schlafen auf dem lärmigen Campo sehr schlecht. 

Tag 20/35
Heute fahren wir von Santa Cruz nach Tres Lagos. Hier werden die Stossdämpfer von Herberts Auto repariert. Dann fahren wir auf der Ruta 40 am Lago Viedma vorbei nach El Chaltén. Von hier aus sehen wir auf den Cerro Torre, den 3128 m hohe Granitobelisk und Fitz-Roy-Gebirgsstock (3375 m).
Tom und ich übernachten im Zelt und erleben eine besonders stürmische Nacht. Wir demontieren mitten in der Nacht unser kleines Zelt und verlegen unser Zelt ins grosse Esszelt
. 

Tag 21/35
Heute stürmt es richtig heftig. Fitz Roy und Cerro Torre nicht in Sicht. Die vorgesehene Wanderung findet nicht statt. Unser Auto ist in Reparatur. Wir sitzen im Restaurant und erleben den Sturm unter dem gemütlichen Dach.
Schliesslich geht’s weiter nach El Calafate (Touristendorf). Wir essen gemütlich und sehr fein und übernachten dann auf dem Campo.

Tag 22/35
Wir fahren von El Calafate auf der Strasse 11 bis zum schönsten Gletscher der Welt, Perito Moreno. Wir sind live dabei, als einige Stücke abbrechen. Der Gletscher ist 14 km lang, 60 m hoch und 5 km breit (Sommer 2002). Er bewegt sich ungefähr 40 cm pro Tag. Der Perito Gletscher ist einer der wenigen Gletscher, welcher wächst und nicht kleiner wird. Nach dieser interessanten Besichtigung übernachten wir auf dem wunderschönen Campo am Lago Roca. 

Tag 23/35
Fahrt vom Lago Roca über El Calafate nach Cernito (Routa 40) und dann nach Tapi Aike. Bei Cancha Carrera überqueren wir dann die Grenze zu Chile.

Wir schmuggeln einige Lebensmitteldurch durch den Zoll nach Chile. Heute sind wir um 10.45 Uhr in El Calafate abgefahren und haben um 16.15 Uhr die Grenze überquert. Im Nationalpark Torres del Paine besichtigen wir den Glacier Francés und übernachten dann auf dem Campo Pehoe am Lago Pehoe, welcher sehr schön am See liegt. Hier feiern wir den 60. Geburi von Heide.
 

Tag 24/35
Wir fahren über den Rio Paine (im Nationalpark) Richtung Lago Grey (Sicht auf den Rio Grey und Campo Hielo). Wir wandern auf der Halbinsel am Lago Grey mit Sicht auf den Grey Gletscher und sehen viele abgefallene Eisblöcke. Am Ende der Wanderung trinken wir Whisky mit Eis.
Anschliessend machen Tom und ich eine Wanderung zum Aussichtspunkt Ferrier ( 800 Höhenmeter). Es ist wunderschön. Wir übernachten noch einmal auf dem Campo beim Lago Pehoe.

Tag 25/35
Regnerisch. Letzte Nacht war es ca 11 Grad kühl. Tom meint eher 7 Grad. Wir fahren weiter an den Lago Azul und machen eine Wanderung mit Sicht auf die 3 Torres. Übernachtung auf dem Campo beim Lago Azul. 

Tag 26/35
Wir verlassen heute den Nationalpark Torres del Paine und besuchen auf dem Weg nach Puerto Natales die Mylodon-Höhle (Bruce Chatwin hat die Höhle auch in seinem Buch erwähnt). Am Nachmittag shoppen wir in Puerto Natales und schlafen anschliessend im Hotel Bulnes. Es ist kalt und wir gehen ganz früh ins Bett. Hier ist typisch patagonisches Wetter. 







Tag 27/35
Heute besichtigen wir die Pingüieria. Wie es sich für eine Pingüieria gehört, sehen wir ganz viele Pinguine. Anschliessend fahren wir nach Punta Arenas und essen in einem guten Restaurant (Insaladas Chilena, Soupe Espargos und Tapas Mayo). 

Tag 28/35
Heute besuchen wir den berühmten Friedhof von Punta Arenas und das Museum Zona Franca. Anschliessend besichtigen wir noch den Hafen. Heute ist es nicht mehr so kalt und windig. Wir essen im Restaurant La Luna.

Tag 29/35
Überfahrt in Punta Arena mit der Fähre Melinka nach Porvenir auf Feuerland (Bucht Bahía). Fahrt über Cameron an den Lago Blanco.
Wir campieren am See. Hier ist es wunderschön. Tom und ich beobachten längere Zeit „Glubschi“ (ein Guanako). 

Tag 30/35
Heute fahren wir über San Sebastián und Rio Grande-Talhuin an den Lago Fagnana und übernachten auf der Aera der Estancia am See. 

Tag 31/35
Wir fahren zur Estancia Haberton und essen unterwegs Mittag mit Sicht auf Puerto Williams (Isla Navarino). Später fahren wir mit einem Boot zur Pinguineninsel und besichtigen anschliessend die Estancia Haberton. Die Nacht verbringen wir auf einem verlassenen Campo am Beagle Kanal.

Tag 32/35
Heute fahren wir in den Nationalpark in der Nähe von Ushuaia und sind bereits sehr früh auf dem Campingplatz. Am Abend grillieren wir zum letzten Mal. 

Tag 33/35
Wir fahren durch den Nationalpark bis zum Ende der Ruta 3. Wir besichtigen die verschiedenen Biberbauten in der Lapataia-Bucht, das Mittagessen nehmen wir in der Laguna Negro ein. Später packen wir unsere Sachen zusammen und fahren zu unserem Hotel in Ushuaia (Hosteria Alakaluf). Das letzte, gemeinsame Abendessen nehmen wir im La Rando ein (gemütliche Beiz). 

Tag 34/35
Heute shoppen wir noch in Ushuaia und essen am Hafen. Dann fliegen wir nach Buenos Aires und essen spätabends in einem feinen Lokal.


Tag 35/35
Heute ist ein Stadtrundgang angesagt. Überall sind Demonstrationen in Gange. Die Krise in Argentinien wegen dem Peso ist allgegenwärtig. Bereits auf der ganzen Reise haben wir diese Krise hautnah miterlebt. Vielerorts erhalten die Menschen ihr Geld nicht mehr, stundenlange Warteschlangen vor den Banken ist alltäglich. Buenos Aires ist eine Reise wert. Gerne hätten wir mehr davon gesehen. Heute um 17.59 Uhr fliegen wir nun aber mit der Varig von Buenos Aires nach Sao Paulo, von wo wir dann um 22.25 die grosse Heimreise antreten. Am 23.2. um 16.50 Uhr kommen wir in Zürich an. Unsere Lieben empfangen uns herzlich.

Bemerkungen der Tagebuchautoren:

Unser Tagebuch ist enorm kurz ausgefallen. Während der ganzen Reise haben wir wunderschöne und nicht alltägliche Dinge erlebt. Diese aufzuschreiben, hätte Tage gedauert. Deshalb haben wir uns darauf begrenzt, die Route genaustens festzuhalten. Mit dem Fidisbus-Team (Rolf und Bea) haben wir Winkel und Ecken des Landes entdeckt, welche „Normaltouristen“ auf gar keinen Fall sehen werden. Wir haben die Reise absolut genossen und können jedermann empfehlen, dieses Land zu bereisen. Übrigens: Auch wir waren nicht zum letzten Mal dort. Schliesslich sagt man: Wer von den wildwachsenden Beeren isst (Calafates) ist nicht zum letzten Mal in Patagonien gewesen.
 
In diesem Sinn: Hasta luego!

 

 Hier ist die Route aufgeführt:


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